Düsseldorf: Schadowstraße: Viele Kunden trotz Baustelle

Düsseldorf: Schadowstraße: Viele Kunden trotz Baustelle

Eine Studie zeigt die Lieblingseinkaufsstraßen der Düsseldorfer. Der Kö-Bogen lockt viele Besucher, an der Schadowstraße ist die Kundenfrequenz trotz Baustellen hoch. Am Rhein sitzt das Geld lockerer.

Seit vielen Jahren leiden die Einzelhändler an der Schadowstraße unter der Baustelle für die Wehrhahnlinie. Einige mussten den Betrieb bereits einstellen. Doch allmählich zeichnet sich eine Trendwende ab. Trotz vieler noch bestehender Baustellen ist die Kundenfrequenz in der Schadowstraße hoch bis sehr hoch. Insbesondere der vor einem Jahr eröffnete Kö-Bogen lockt offenbar neue Kundenströme in die Düsseldorfer Innenstadt.

Bei einer Kundenfrequenzzählung der Makler-Firma Comfort kam heraus, dass insbesondere im Bereich zwischen den Schadow Arkaden und dem Areal, an dem einmal der Kö-Bogen II entstehen soll, mehr als 6000 Kunden pro Stunde gezählt wurden. In der Spitze, etwa auf der Höhe von Peek & Cloppenburg wurden sogar 8600 Kunden gemessen. Damit kommt die Schadowstraße fast an die Königsallee heran. Dort wurde der Spitzenwert von 9800 Kunden vor Gucci und 10.700 vor der Hausnummer 56 (Cartier) gezählt.

"Spitzenreiter unter den Top-Kundenfrequenzpunkten ist jedoch die Flinger Straße. Am Knotenpunkt nahe der Haltestelle Heinrich-Heine-Allee wurden 17 800 Kunden in der besten Stunde gezählt", sagt der Autor der Comfort-Studie, Olaf Petersen. Überraschend niedrig ist die Kundenfrequenz in der Trinkausstraße als Verbindung zu Kö mit gut 1000 Passanten je Stunde und im Bereich der südlichen Kö, wo ein ähnlicher Wert gemessen wurde.

  • Fotos : Bauboom rund um den Kö-Bogen in Düsseldorf
  • Umfrage : Woher hat der Schadowplatz seinen Namen?

Erfreulich aus Sicht der Düsseldorfer Einzelhändler ist die hohe und steigende Kaufkraft der Düsseldorfer. Sie liegt um 18,5 Prozent über dem deutschen Durchschnitt. Damit liegt die NRW-Landeshauptstadt auf Rang zwei in Deutschland, hinter München, wo die Kaufkraft um fast 30 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt.

Spitzenreiter ist die Rheinmetropole bei der Konzentration von Verkaufsflächen in der Innenstadt. 37,8 Prozent der Einzelhändler haben ihre Ladenlokale in zentraler Lage, also in der Altstadt, an der Königsallee, an der Schadowstraße und in den jeweils anliegenden Nebenstraßen, die von Maklern als B-Lagen bezeichnet werden.

(RP)
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