1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf

Klage gegen Discjockey: „Sam’s“-Macher gingen gegen den Falschen vor

Klage gegen Discjockey : „Sam’s“-Macher gingen gegen den Falschen vor

Im dritten Landgerichtsprozess innerhalb weniger Tage hat das aktuelle Management der Kö-Disco "Sam's" am Mittwoch rund 3.000 Euro verloren. Per Einstweiliger Verfügung wollten die "Sam's"-Macher einem Discjockey namens "Deep Funk" verbieten lassen, unter Berufung auf das "Sam's" für sich bei anderen Veranstaltungen zu werben.

Der Fehler: Der vor Gericht benannte Mann war niemals Discjockey gewesen, hatte sich niemals "Deep Funk" genannt. Er hatte vor anderthalb Jahren allerdings als freier Mitarbeiter am Gäste-Empfang der Kö-Disco gearbeitet. Also blieb der Anwältin vom "Sam's" gestern nur, den Antrag gegen den Falschen schleunigst wieder zurückzuziehen. Die Kosten für den kuriosen Rechtsstreit (Streitwert: 20.000 Euro) muss jetzt das "Sam's" tragen. Nach ersten Schätzungen addiert sich das auf rund 3.000 Euro.

Zuvor waren die jetzigen Betreiber des einst legendären In-Treffs bereits von ihrem (echten) Discjockey und einem Getränkelieferanten wegen offener Rechnungen jeweils auf Zahlungen von mehreren Tausend Euro verklagt worden. In beiden Fällen stehen die Urteile noch aus. Und auch die Kurzzeit-Geschäftsführerin Frederike von Wedel hat inzwischen angekündigt, wegen ausstehender Gehaltszahlungen für den Zeitraum Januar bis April 2006 ihren damaligen Arbeitgeber demnächst zu verklagen.

(RP)