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Saisoneröffnung Fortuna Düsselddorf 2018 am Flinger Broich mit 10.000 Fans.

Saisoneröffnung am Flinger Broich : Fortuna feiert mit den Fans

Am Flinger Broich wurde bei Gluthitze die Saisoneröffnung gefeiert. Die Anreise war schwierig, weil es kaum Parkplätze gibt.

Pünktlich um 11 Uhr öffneten sich am Samstag die Tore am Flinger Broich. Schon da kamen die Fans der Fortuna in Scharen zur Saisoneröffnung, die wie im Vorjahr in Fortunas Heimat stattfand. Viele von ihnen sah man zumeist gekleidet in den traditionsreichen Vereinsfarben rot-weiß zuvor zu Fuß zum Familienfest auf den Platz neben dem neuen Nachwuchs-Leistungs-Zentrum pilgernim.


Anreise
: Nicht alle taten dies ganz freiwillig. Die miserable Parkplatzsituation rund um das Paul-Janes-Stadion und Anreiseprobleme mit viel zu wenig und deshalb völlig überfüllten Rheinbahn-Bussen zwangen sie dazu. Bei den brütenden Temperaturen war dies gerade für die vielen Familien mit kleinen Kindern kein reines Vergnügen.

Hitze:Die Vorfreude auf die in Kürze beginnende Erstliga-Spielzeit ihres Lieblingsvereins ließen sie sich dadurch allerdings nicht gänzlich nehmen. Die Verantwortlichen der Fortuna hatten da bereits im Vorfeld vernünftige Weitsicht wegen der unbarmherzig vom Himmel brennenden Sonne bewiesen und ihren Anhängern zum Besuch des Spektakels eine Kopfbedeckung zum Schutz empfohlen. Viele hielten sich daran, und so sah man neben den üblichen Käppis auch manchen überdimensionalen Strohhut, der auch zum Pferderennen in Grafenberg gepasst hätte. Selbst das eher in der Vergangenheit oft gesehene, an seinen vier Enden geknotete nasse Taschentuch nutzte mancher Fan als Sonnenschutz. „Wenn man als Fan der Fortuna aufwächst, kann einem im Leben nichts erschüttern“, zitierte ein Fan einen bekannten Spruch des Kabarettisten und Fortuna-Anhängers Dieter Nuhr zu der Gluthitze und dem Staub auf dem Aschenplatz und schüttete sich gutgelaunt den Rest Wasser aus einem Becher über sein schwitzendes Gesicht Bei diesen Temperaturen war es kein Wunder, dass sich schon früh nach dem Start des Familienfestes die längste Besucherschlange am Stand der Stadtwerke bildete. Dort wurde nämlich nämlich als Durstlöscher das Wasser der Stadt Düsseldorf gratis zum Trinken angeboten.


Spiele für Fans:
Auch sehr beliebt war der Robo-Keeper. Hinter dieser Sprachschöpfung verbarg sich ein roboterähnlicher, automatischer Fußballtorwart, vereinfacht gesagt ein Tipp-Kick-Torwart in Lebensgröße. Mit komplizierter Computertechnik kann dieser Torhüter Schüsse auf sein vier Meter breites und zwei Meter großes Tor mit gekonnten Paraden abwehren. Wem es gelang, mit drei Versuchen den orangefarbenen Kunstlederball ebenso oft an dem mechanischen Torwart im Netz unterzubringen, wurde mit einem Fortuna-Trikot belohnt. Der 28-jährige Marcel war einer der Ersten, dem dies gelang. Stolz streifte er sich sofort seine Trikot-Trophäe über und sagte: „Ich komme zwar aus Wegberg in der Nähe von Mönchengladbach, aber bin immer schon Fortuna-Fan gewesen.“ Gleich nebenan am Stand wurde Fußball-Minigolf zur Attraktion. Besonderes Geschick dabei, einen Ball über einen Hindernis-Parcour zu bringen und zum Schluss statt in ein Loch in zwei übereinander liegenden Autoreifen zu chippen, bewies der fünfjährige Neil. Auch er trug ein Mini-Trikot der Fortuna, spielt aber bei den Bambinis des TuS Gerresheim. Er sei „total fußball-verrückt“ und hatte schon vor der WM alle Panini-Bilder der Deutschen Nationalmannschaft gesammelt, sagte er.

Als er dann beim ersten Spiel sah, dass es Manuel Neuer und Co tatsächlich gibt und nicht nur als Bildchen , war er „völlig überrascht“, erzählte der Vater über seinen Sprößling. Bei der Vorstellung der Fortuna-Spieler unter den ohrenbetäubend lauten Klängen des Vereinslieds „95 ole“ stand Neil ganz weit vorne an der Bühne. „Ich habe Euch lange nicht gesehen. Jetzt bin ich wieder da“, begrüßte Rückkehrer Takashi Usami die Fan-Gemeine zu seinen Füßen.