Pilotprojekt: Rumänische Polizisten helfen im Rheinland

Pilotprojekt : Rumänische Polizisten helfen im Rheinland

Die Düsseldorfer Polizei schaut derzeit aufmerksam nach Köln. Denn dort läuft seit Mitte des Jahres ein Pilotprojekt, das auch für die Landeshauptstadt interessant sein könnte. Im Rahmen eines Landesmodells gehen in der Domstadt zwei rumänische Polizisten – ein Mann und eine Frau – zusammen mit deutschen Kollegen Streife.

Die Düsseldorfer Polizei schaut derzeit aufmerksam nach Köln. Denn dort läuft seit Mitte des Jahres ein Pilotprojekt, das auch für die Landeshauptstadt interessant sein könnte. Im Rahmen eines Landesmodells gehen in der Domstadt zwei rumänische Polizisten — ein Mann und eine Frau — zusammen mit deutschen Kollegen Streife.

So soll der Druck auf rumänische Banden erhöht werden, die für zahlreiche Wohnungseinbrüche sowie Taschendiebstähle verantwortlich sind. Sollte sich das Kölner Projekt als Erfolg erweisen, sind deutsch-rumänische Streifen auch in Düsseldorf denkbar.

"Wir verfolgen den Versuch mit Interesse", sagt ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei. Tatsächlich sind die ersten Erfahrungen, die die Kölner Polizisten mit den rumänischen Kollegen gemacht haben, positiv. "Der Einsatz rumänischer Polizisten scheint sich auszuzahlen", heißt es aus dem Kölner Polizeipräsidium.

Der Druck auf die Kriminellen aus dem Balkanland sei spürbar erhöht worden. "Diese Gruppen haben nun nicht mehr das Gefühl, in Deutschland Straftaten begehen zu können, die in ihrer Heimat nicht verfolgt werden", sagt ein Kölner Polizeisprecher. Zwar lägen noch keine konkreten Zahlen vor, doch ließe sich schon jetzt sagen, dass sich der Einsatz rumänischer Ordnungshüter in Köln bezahlt mache. So seien potenzielle Straftäter durch ihre Landsleute in Uniform verunsichert.

In der Domstadt war die Idee zu den deutsch-rumänischen Streifen entwickelt worden, nachdem ein älteres Ehepaar von einer sechsköpfigen rumänischen Bande in seinem Haus überfallen, ausgeraubt und dabei schwer verletzt worden war. Die Täter konnten später gefasst werden.

Dennoch ist das Problem mit Kriminellen aus dem südosteuropäischen Land weiter aktuell — in Köln wie in Düsseldorf. Auch in der Landeshauptstadt registriert die Polizei, dass immer wieder Gruppen aus Rumänien bei Wohnungseinbrüchen sowie Taschendiebstählen aktiv sind.

(RP)
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