Ära van den Burg ist zu Ende: Rücktritt im Regenbogenland

Ära van den Burg ist zu Ende: Rücktritt im Regenbogenland

Die Ära Gabriele van den Burg im Förderverein Kinderhospiz ist zu Ende. Der Verein und sie trennen sich mit sofortiger Wirkung. Sie erhält keine Abfindung. Im April gibt es eine neue Satzung und einen neuen Vorstand.

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p class="text">Seit mehr als einem Jahr gibt es schwere Vorwürfe gegen die Vorsitzende des Fördervereins Kinderhospiz, Gabriele van den Burg. Gestern trat sie nun mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt zurück. Außerdem einigten sich die beiden anderen Vorstände, Norbert Hüsson und Gunther Philipps, mit ihr über die Kündigung vom 10.Dezember 2007 mit Wirkung zum 30.April. Bis Ende April erhält sie das ihr zustehende Gehalt, sagte Hüsson gestern. Bis dahin ist sie freigestellt. Eine Abfindung wird die 58-Jährige nicht bekommen. Ursprünglich hatte sie nach der fristlosen Kündigung noch 30000 Euro verlangt.

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p class="text">"Wir sind erleichtert, dass es endlich vorbei ist und wir uns noch einigen konnten", sagte Hüsson gestern. Jetzt könne die zukünftige Entwicklung des Kinderhospizes an der Torfbruchstraße und die Zukunft des Fördervereins wieder positiv gestaltet werden.

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p class="text">Regenbogenland-Geschäftsführer Karlheinz Best zeigte sich froh, dass die bereits geplanten Mahnwachen vor dem Haus van den Burgs mit der "Bitte um Rücktritt" nicht nötig geworden sind.

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p class="text">Hüsson will für Anfang April alle Mitglieder zu einer Versammlung einladen. "Wir brauchen eine neue demokratische Satzung. Zudem wollen wir ein Schiedsgericht installieren, das mögliche Probleme frühzeitig regeln soll", sagte Hüsson. Ein neuer Vorstand mit fünf Mitgliedern soll ebenfalls gefunden werden. Die Alleinherrschaft einer Vorsitzenden, wie in van den Burgs Amtszeit üblich, möchte er in Zukunft verhindern. "Die Handlungsfähigkeit des Vorstandes muss gewährleistet sein, auch wenn eine Person nicht kann oder will."

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p class="text">Die Verantwortlichen müssen vor allem daran arbeiten, verloren gegangenes Vertrauen in den Förderverein des Kinderhospizes wiederzugewinnen. Immerhin ist die Qualität der Pflege, Betreuung und das Angebot des Regenbogenlandes beispielhaft. "Wir müssen uns vor allem bei den Mitarbeitern bedanken, dass sie trotz der schwierigen Situation eine fantastische Arbeit gemacht haben", sparte Hüsson gestern nicht mit Lob. Sponsoren und Spender nach einem Jahr der Auseinandersetzungen wollen nun überzeugt werden. Viele hatten ihre Spendenzusagen vom Rücktritt van den Burgs abhängig gemacht. Immerhin benötigt das Regenbogenland gut 1,2 Millionen Euro pro Jahr, um den Kindern, Geschwistern und Eltern helfen zu können.

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p class="text">Nach RP-Informationen hat der Förderverein derzeit noch etwa zwei Millionen Euro. Der Betrieb ist also noch gesichert. Doch damit 2009 und danach alles gewährleistet ist, benötigt der Förderverein Spenden. Gabriele van den Burg und ihre Anwältin waren gestern telefonisch nicht zu erreichen.

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