Düsseldorf: Ruderer starten in die neue Saison

Düsseldorf: Ruderer starten in die neue Saison

60 Wassersportler in 13 Booten der Benrather Rudergesellschaft haben am Sonntagnachmittag eine Tour auf dem Rhein unternommen. Bei gutem Wetter und wenig Wind waren die Bedingungen dazu ideal.

Benrath Unter lauten "Hip-Hip-Hurra"-Rufen steuerten die Benrather Ruderer am Sonntagnachmittag ihre Boote ans Schlossufer. Sie feierten den Auftakt der Saison mit dem traditionellen Anrudern. 60 Ruderer in 13 Booten legten zwei unterschiedliche Strecken auf dem Rhein zurück. Die besonders gut Trainierten unter ihnen ruderten nach Piwipp bei Dormagen, Hin- und Rückweg sind 16 Kilometer lang. Diejenigen, die es langsamer angehen lassen wollten, waren auf dem etwas kürzeren Weg nach Baumberg unterwegs.

Sigfried Bernards ist der älteste Ruderer, der am Sonntag die Saison einläutete. Für den 80-Jährigen ist sein Hobby im Alter besonders wichtig: "Wassersport hält fit!" Seit vielen Jahren rudert er in Benrath, die Liebe zum Rhein verbindet ihn mit seinen rund 350 Vereinskollegen. Jedem Tag in der Woche bieten die Mitglieder offene Termine an, um sich zum gemeinsamen Rudern zu treffen. Dabei spielen Alter oder Geschlecht keine Rolle. Der Verein verfügt zudem über eine Jugend- abteilung für 13- bis 18-jährige Anfänger. Sie werden auf dem Unterbacher See ausgebildet und können später auch an den Wettkämpfen teilnehmen, bei denen der Verein antritt. So zum Beispiel bei den Jugendmeisterschaften oder dem Rheinmarathon.

Zu den größeren Veranstaltungen gehört das Head oft the River-Rennen auf der Londoner Themse, die größte Ruderveranstaltung Englands. Auch hier werden die Benrather mit einer Mannschaft vertreten sein. Der Verein unterhält drei Stützpunkte mit insgesamt 50 Booten. Am Schlossufer in Benrath lagern die meisten von ihnen, außerdem gibt es eine Niederlassung am Unterbacher See und in Fühlingen bei Köln. Für den Fall, dass das Wetter mal nicht mitspielt, hält der Verein noch einen Fitnessraum für das Training an Land bereit.

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Abgesehen davon sind viele der Ruderer sowieso das ganze Jahr über auf dem Wasser unterwegs. Die Wetterverhältnisse sind im Winter zwar nicht ideal, aber die eingefleischten Sportler halte das nicht von ihren Booten ab, erzählt Vereinsvorsitzender Ulrich Köster (68). Trotzdem gehöre das Begrüßen und Verabschieden der Saison fest in den Vereinskalender, "es ist eine wichtige Tradition für uns." Für Köster ist das Rudern seit dem 15. Lebensjahr eine seiner größten Leidenschaften, er genießt die Abwechslung: "Auf dem Rhein gibt es kein rechts oder links, sondern Steuerbord und Backbord, es ist etwas ganz Anderes als im Straßenverkehr."

Am Sonntag waren bei guten Wetter und wenig Wind die Bedingungen ideal für die Ruderer. Köster hofft, dass die kommenden Monate möglichst viele solcher Tage bringen, die neue Saison aber hat für ihn unter guten Vorzeichen gestartet.

(RP)