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Vigo TV: RP-Talk zur Zukunft der Häfen

Vigo TV : RP-Talk zur Zukunft der Häfen

Binnenhäfen wie die Neuss-Düsseldorfer gehören zu den Umsatzbringern der Region: Jedes Jahr werden dort fast 16 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Und es werden immer mehr. Denn in den großen Nordseehäfen wie Rotterdam oder Antwerpen steigt das Frachtaufkommen enorm. Wasserwege werden für den Transport immer interessanter, auch die Binnenhäfen profitieren davon. Darüber sprach RP-Redakteurin Denisa Richters mit Rainer Schäfer, Geschäftsführer der Neuss-Düsseldorfer Häfen, in der aktuellen Sendung des AOK-Gesundheitsmagazins Vigo TV.

"Die Globalisierung greift bis ins Hinterland der großen Seehäfen durch", sagt Schäfer. Wichtig sei jedoch, dass die Häfen dort gut aufgestellt seien, viele Logistikflächen, Infrastruktur und auch weiterverarbeitende Industrie anbieten. Dies erfüllten die Häfen von Neuss und Düsseldorf, die 2003 fusionierten und seit 2007 auch am Hafen in Krefeld beteiligt sind. Nun kommt die Kooperation mit Köln hinzu. "Damit sind wir der zweitgrößte Binnenhafen der Republik", betont Schäfer. Zwischen Köln und Krefeld sitze ein Großteil der deutschen Industrie — "für die wollen wir ein starker Partner sein im internationalen Wettbewerb".

Das starke Wachstum in den Nordseehäfen — in den nächsten 20 Jahren ist ein Plus von 70 Prozent prognostiziert — könne kaum über die Straße abgewickelt werden. Deshalb sei die Kooperation der Häfen, die auch ihre angeschlossenen Eisenbahnverkehrsunternehmen vereinigen, von großer Bedeutung. Im Hinterland würden dadurch zudem neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. "Wir brauchen gut ausgebildetes Personal", so Schäfer. Und die Straßen werden allemal entlastet: Je nach geladener Güterart kann ein Frachtschiff im Schnitt 100 bis 350 Lkw ersetzen.

Die Wiederholungstermine der aktuellen Sendung beim Lokalsender center.tv sind am Donnerstag, 6. September, um 16.30 Uhr, am Mittwoch, 12. September, um 21.15 Uhr, und am Montag, 17. September, um 7.45 Uhr.

(RP/url)