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Prinz Willi heiratet seine Käthe: Royales Rudelgucken im Meckenstocks

Prinz Willi heiratet seine Käthe : Royales Rudelgucken im Meckenstocks

Alle Plätze sind besetzt. Der Altersdurchschnitt liegt über 40 Jahren die Frauenquote bei etwa 90 Prozent. In Meckensocks Haus der Freude im Volksgarten wird Freitag die Hochzeit von William und Kate auf einer Großleinwand verfolgt. Die Stimmung ist gespannt, aber heiter.

Der Saal das Lokals ist gut gefüllt, die Damen, manche mit Hut, haben sich zur Feier des Tages einen Piccolo oder ein Gläschen Wein gegönnt. Der Blick ist nach vorne gerichtet, auf die Leinwand. Zu gucken gibt es genug. Was trägt die Queen? Wie sieht Prinz William an seinem großen Tag aus? Und natürlich warten alle auf die Braut.

Wer im Brautkleid kommt, für den gibt es Sekt aufs Haus, hatte Manes Meckenstock eingeladen. Dem Aufruf sind die beiden Freundinnen Claudia Witkowski und Bettina Buchen gefolgt, zumindest teilweise. Witkowski ist am Morgen mit einem weißen Schleier auf dem Kopf in die Bahn gestiegen. Sie trägt zwar kein Brautkleid, dafür ist sie ganz in Weiß gekleidet. Genau wie die Freundin, die einen eleganten weißen Hut trägt. "Den habe ich mal als Brautjungfer bei einer Hochzeit getragen", verrät Buchen. "Wir hatten schon Wetten abgeschlossen, was die Königin trägt", sagt sie. Dass es ein kanariengelbes Kostüm sein würde, hatte sie nicht getippt. "So gelb wie ihre Zähne", kommentiert Manes Meckenstock.

So bissig wie der Hausherr sind die anwesenden Damen nicht. "Das ist die Mutter von der Kate", sagt eine. "Die sieht aber noch gut aus". "Und das ist der Vater", sagt die Tischnachbarin. "Oh, der sieht aber auch gut aus". Andächtig still wird es erst, als die Braut sich aufstellt, um durch die ehrwürdige Westminster Abbey zum Traualtar zu schreiten.

Über das Kleid der Braut gehen die Meinungen auseinander. "Wir finden es an der Brust so ein bisschen spitz" sagt Petra Vogt und kichert mit ihren beiden Freundinnen. Alle drei sind Lehrerinnen und haben noch Osterferien. Dass sie den Tag frei haben und gemeinsam die Trauung verfolgen können, dafür werden sie in ihrem Bekanntenkreis beneidet.

Schön schlicht findet das Brautkleid dagegen Sabine Dollnik. Auch sie trägt zum Anlass Schleier. Den hat sie sich aus der Verkleidungskiste der Tochter geborgt. "Wenn ich mal heiraten sollte, dann so, darunter mache ich es nicht", sagt sie. "Aber das wird wohl nichts mehr, jetzt sind sie ja alle weg, die Prinzen", sagt sie.

Gleich mit der ganzen Familie angereist sind Kurt und Silvia Dohmen. Das der 40-Jährige fast der einzige Mann im Saal ist, stört den Familienvater nicht. "Wir sind England-Fans", sagt das Paar. Damit sie ungestört gucken können, haben sie ihren Kindern, Anna, Simon und David das Brautpaar zum Ausmalen ausgedruckt. Statt auf den Bildschirm gucken die Kinder konzentriert auf ihre Blätter. Scheint tatsächlich eine Frage des Alters zu sein, ob man sich für die Traumhochzeit interessiert.