Freier in Düsseldorf betrogen: Rotlicht-Prozess: „Opfer“ betrunken im Zeugenstand

Freier in Düsseldorf betrogen : Rotlicht-Prozess: „Opfer“ betrunken im Zeugenstand

Mit über zwei Promille Alkohol im Blut kam ein Zeuge (30) am Dienstag deutlich angetrunken zum Landgerichtsprozess um angeblich bandenmäßigen Bordellbetrug gegen neun Angeklagte aus dem Rotlichtmilieu.

Laut Anklage sollen dem Mann bei einem Bordellbesuch nach einer Tasse Kaffee alle Sinne geschwunden sein. Als er zu sich kam, seien via Kreditkarten 6000 Euro von seinem Konto abgebucht gewesen. Die Anklage geht davon aus, dass die neun Tatverdächtigen, darunter vier Frauen, Besucher mit Alkohol oder Drogen oder K.-O.-Tropfen betäubt haben, um deren Konten zu plündern.

Ein erster "Opfer"-Zeuge, ein Vertreter aus Norddeutschland, war in dem seit Sommer laufenden Prozess dann des gelegentlichen Kokainkonsums überführt worden. Am Dienstag musste das Gericht die Vernehmung eines weiteren, mutmaßlichen Opfers abbrechen.

Dabei wurde bekannt, dass der 30-jährige Mann seit Monaten an Alkoholismus leidet. Wann damit zu rechnen ist, dass er als Zeuge der Anklage auftreten kann, ist ungewiss.

(wuk)
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