Düsseldorf: Roter Mini in Düsseldorf für Geisel auf Wahlkampf-Tour

Düsseldorf: Roter Mini in Düsseldorf für Geisel auf Wahlkampf-Tour

Der OB-Kandidat der SPD, Thomas Geisel, geht auf Wahlkampftour durch die Stadtteile – und dies tut er in einem roten Mini.

Das kleine Auto ist gleich im doppelten Sinne als Anspielung zu verstehen: Geisel, im Vergleich zum hünenhaften CDU-OB Dirk Elbers eine weniger lange Person, greift damit geschickt das Thema "Körpergröße" auf. Und gleichzeitig setzt er einen deutlichen Kontrapunkt zum Dienstwagen des amtierenden OB: Elbers lässt sich mit einem Mercedes S-Klasse in der langen Version chauffieren. "So viel Beinfreiheit brauche ich nicht", sagt der frühere Manager, der für die SPD im Mai die Wahl gewinnen will.

Dies soll nach seiner Vorstellung gelingen, indem man sich vor allem um die Stadtteile kümmert. Denn der Rathaus-Spitze werfen die Genossen vor, vor allem die Innenstadt im Fokus zu haben, sich aber um die Stadtteile zu wenig zu kümmern. Aber dort gebe es auch in einer wohlhabenden Stadt wie Düsseldorf eine Menge Probleme – und die will der Kandidat kennenlernen. Den Leuten müsse man das Gefühl geben, dass man sich kümmere. Und daran mangele es zurzeit.

Damit man aus erster Hand erfährt, wo etwas im Argen liegt, nennt die SPD diese Initiative "Sag's Geisel" und lädt, buchstäblich, zur Stadt(teil)rundfahrt mit dem Kandidaten in seinem Mini, der übrigens das Kennzeichen D - OB 14 trägt. Wer will, kann sich regelrecht darum bewerben, mit dem SPD-Mann auf Tour zu gehen und ihm sein Düsseldorf zu zeigen. Bewerbungen nimmt er an auf seiner Internetseite ThomasGeisel2014.de.

Dass es Düsseldorf gut gehe und die Stadt wirtschaftlich vorne stehe, will der SPD-Kandidat nicht bestreiten. Aber er pocht auf den Grundsatz, dass Stillstand Rückschritt ist und nichts Bestand habe – es sei denn, man arbeite daran und behalte die Zukunft im Blick. OB Elbers wirft er vor, keine eigenen Akzente zu setzen und nur abzuarbeiten, was sein Vorgänger im Amt auf den Weg gebracht hat, eine Form von Nachlassverwaltung, meint Geisel. Und einiges, wie zum Beispiel der Zustand der Schulen, sei längst nicht so gut wie dargestellt.

(RP)