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Rot-Weiss feiert Brauhaussitzung im Füchschen

Rot-Weiss Karneval : Riesenshow auf kleiner Bühne – Jubel für das Prinzenpaar

Die ersten jecken Gäste standen schon eine halbe Stunde vor Einlass vor der Türe des Füchschen. Dabei ging es bei der Brauhaussitzung um die besten Plätze direkt an der improvisierten kleinen Bühne.

Der würzige Geruch von Altbier, und Frikadellen, dazu die Atmosphäre einer Altstadtgaststätte – das passte wunderbar zum Karneval. Nicht überraschend daher, dass die Brauhaussitzung der Prinzengarde Rot-Weiss im Füchschen an der Ratinger Straße schon seit Monaten ausverkauft war.

Die ersten jecken Gäste standen eine halbe Stunde vor Einlass vor der Türe des Füchschen. Dabei ging es um die besten Plätze an der kleinen Bühne. Die Nähe zu den Künstlern in der mit 200 zum Teil witzig kostümierten Gästen vollbesetzten Gaststätte – das wollten viele mal erleben. Für 35 Euro Eintritt, darin zehn Euro Gutschein für Verzehr. Die Stimmung war auf Rekordhoch. Schunkeln auf Tischen und Stühlen, Singen ja und auch Flirten, es ging heiß her zwischen Tresen und Küche. Nicole Westermann war mit ihrer Freundin extra aus Mönchengladbach gekommen. „Wir sind ja nicht so die Karnevalsfans aber die Brauhaussitzung hier im Fuchs. die besuchen wir schon seit Jahren.“

Prinzengarden-Präsident Dirk Kemmer und sein Literat Stefan Kleinehr hatten ein erstklassiges Programm zusammengestellt. Schon bei Martin Schops als Eisbrecher kamen die Köbesse gar nicht mehr so schnell nach, die durstigen Jecken an den Tischen zu bedienen. Leicht war es für sie ohnehin nicht, sich mit vollen Tabletts durch die fröhliche Menschenmenge durchzuquetschen.

Da hatte es Oli der Köbes leichter. Der Büttenredner, dem auch seine „Kollegen“ aufmerksam zuhörten, brauchte kein Bier zu zapfen. Bauchredner Klaus mit seiner vorlauten Puppe Willi ist immer eine Bank. Dann großer Jubel: Prinz Martin und seine Venetia Sabine hatten ihren ersten großen Auftritt im neuen Jahr. „Die Frage ob die Stimmung hier gut ist, kann ich mir wohl sparen“, rief der Prinz. Für den Weg nach draußen, brauchten sie eine Zeit. Denn viele wollten ein Selfie mit den Tollitäten machen. Ihr Programm konnte die Prinzengarde nur zum Teil vorstellen. Für die Tanzmariechen war die Behelfsbühne zu klein. Aber die Rot-Weiss-Kehlchen mit Präsident Kemmer als Vorsänger kamen auch gut an.

Musik war jetzt angesagt. Schlag auf Schlag folgten die Bands Räuber, Alt Schuss und Querbeat. Die Garde freute sich: „Ein toller Start in den Karneval“. Und Pressesprecher Ralf Bieder war sich jetzt schon ganz sicher: „Schon morgen werden die Karten für nächstes Jahr weg sein.“ So war es auch im letzten Jahr.

Wolfgang Berney