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Rosenmontag 2020 in Düsseldorf Polizei setzt mehr Beamte ein

Düsseldorfer Polizei erhält Unterstützung aus Dortmund und Münster : 1000 Polizisten schützen den Zug

Für den Rosenmontag hat die Polizei zusätzliche Kräfte aus Dortmund und Münster angefordert. Wer sich daneben benimmt, kann von der Polizei einen Platzverweis bekommen – und muss dann für den Rest des Tages um die Stadtmitte einen großen Bogen machen

Für den Rosenmontag sieht sich die Polizei gut aufgestellt. Knapp 1000 Beamte werden im Einsatz sein, dabei helfen auch Kräfte aus anderen Behörden, bei denen der Rosenmontag nicht so einsatzintensiv ist, beispielsweise aus Dortmund und Münster.

Der Einsatz beginne um sechs Uhr an der Stadtteilgrenze von Bilk und Friedrichstadt, sagte der Leitende Polizeidirektor Dietmar Henning, der den Großeinsatz führt.  Dort, am Ort der Zugaufstellung (Mecumstraße ab Auf’m Hennekamp/Erasmusstraße/Corneliusstraße bis Herzogstraße), werde man die notwendigen Strecken sperren, damit die Wagen und Fußgruppen sich ab 7.45 Uhr in Position bringen können. „Wir unterstützen das Konzept der Veranstalter ausdrücklich“, so Henning.

Planmäßig sollen die Wagen um 12.14 Uhr starten, auflösen soll sich der Zoch ab 15.05 Uhr. Erst um 17.45 Uhr ist alles vorbei. Wie das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) mitteilt, wird ab 7 Uhr der Bereich rund um die Wagenbauhalle (Merowingerstraße) gesperrt sein. Ab 7.30 Uhr kommt dann die komplette Aufstellstrecke hinzu, ab 8 Uhr ist nach und nach mit der Sperrung des Zugwegs inklusive der zuführenden Straßen zu rechnen.

Das Sicherheitskonzept der Polizei beinhaltet auch an Rosenmontag eine Glasverbotszone – zum einen, um die Verletzungsgefahr wegen Scherben zu minimieren. Zum anderen, um Flaschen als Wurfgeschosse oder Waffen auszuschließen. „Die Bildung unfriedlicher Rudel, mit Glasflaschen bewaffnet, stellen wir nicht mehr fest“, sagt Henning.

Wer sich daneben benimmt, kann von der Polizei einen Platzverweis bekommen – und muss dann für den Rest des Tages um die Stadtmitte einen großen Bogen machen. Die Zone zieht sich von der Straßenbahnstrecke in Bilk im Süden bis zum Ende des Hofgartens im Norden. Störer bekommen einen personalisierten Hinweis ausgehändigt, der einen Kartenausschnitt enthält. „Damit es keine Missverständnisse gibt“, sagt Henning. Ausnahmen gibt es nur, wenn man zum Beispiel seine Schlafgelegenheit, etwa ein Hotelzimmer, in der Zone hat. Das darf man dann aufsuchen. „Es ist ja in unserem Interesse“, sagt Henning. Wer sich nicht daran hält und nach einem Platzverweis weiter in der Zone bleibt, muss damit rechnen, in Gewahrsam genommen zu werden.

Für den Schutz von Frauen vor Sexualstraftaten kooperiere man erfolgreich mit der Frauenberatungsstelle. Bis Veilchendienstag bietet sie täglich um 12 Uhr eine offene Notfallsprechstunde in ihrem Haus Talstraße 22–24 an. Jederzeit können Frauen sich unter der Telefonnummer 0211 686854 Beratung holen. Wer sich akut belästigt oder bedroht fühlt, bekommt vom Thekenpersonal der nächsten Gaststätte Hilfe: Mit der Frage „Ist Luisa hier?“ verdeutlicht man dass man sich in einer Notsituation befindet. Viele Lokale der Altstadt und darüber hinaus nehmen an der Aktion teil.