Düsseldorf "Rosati" wird für 1,8 Millionen umgebaut

Düsseldorf · Remo und Renzo Rosati schließen ihr Restaurant. Santo Sabatino übernimmt das Lokal. Nur der Name bleibt. Das Restaurant Rosati sei bis in die USA bekannt, sagt Santo Sabatino.

 Santo Sabatino (r.) und sein künftiger Geschäftsführer Stefano Scigliuzzo stecken mitten in den Planungen für die Neueröffnung des Rosati.

Santo Sabatino (r.) und sein künftiger Geschäftsführer Stefano Scigliuzzo stecken mitten in den Planungen für die Neueröffnung des Rosati.

Foto: hans-jürgen bauer

Den Namen aufzugeben, wäre rein wirtschaftlich unlogisch. Jeder Gast soll nach der Wiedereröffnung wissen, dass er an der richtigen Adresse ist. Bis dahin wird Sabatino noch viel zu tun haben. Am Donnerstag schließen die Noch-Inhaber Remo und Renzo Rosati ihr Restaurant und übergeben am Freitag die Schlüssel an Sabatino. Schon wenige Tage später beginnt die Kernsanierung, bis nach einigen Wochen nur noch der Rohbau bleibt.

Fünf Monate lässt sich Sabatino Zeit mit der Neugestaltung. "Es ergibt keinen Sinn, sich zu beeilen und schon vor Weihnachten zu eröffnen", sagt er. Ums Dezembergeschäft kümmert sich die Gastronomie schon jetzt. Aber beides - Weihnachtsgeschäft und Umbau - das muss auch für einen erfahrenen Geschäftsmann wie Santo Sabatino nicht sein. Sabatino betreibt in Düsseldorf unter anderem das "Bocconcino" im Medienhafen. Im Ruhrgebiet laufen mehrere Lokale unter seinem Namen.

Für die neue Rosati-Einrichtung haben Sabatino und der Neusser Architekt Koubourlis viele extravagante Ideen. Über naturfarbene Stühle und Tische nach eigenen Entwürfen, hüfthohe Vasenlampen mit mehrfarbigen LEDs und einen grauen Boden mit Zementfliesen etwa würden diskutiert, sagt Sabatino. Immerhin soll das neue Rosati etwa 180 Gästen in zwei großen und einem kleineren Gastraum einen Platz bieten. Hinzu kommen noch rund 150 Plätze auf der Terrasse. "Wir werden dem Rosati ganz neues Leben einhauchen", sagt Sabatino.

Auch über die Speisekarte macht er sich schon Gedanken. Eine authentische italienische Küche will er bieten, "und die muss nicht teuer sein", betont er. Spaghetti Carbonara etwa seien ohne Sahne ein Traum, und als Speck käme nur der echte Pancetta, die italienische Variante des Bauchspecks vom Schwein, infrage. Was ebenfalls schon sicher ist, sei das Angebot an Süßspeisen. "Die sizilianische Konditorei ist die Beste", sagt Sabatino bestimmt. Daher soll es im Rosato hausgemachte Desserts geben. Um dem hohen Anspruch der echten italienischen Küche gerecht zu werden, hat Sabatino einen Küchenchef eingestellt, der - so betont Sabatino - einer der besten Siziliens sei. Für die Geschäftsführung gewann Sabatino ebenfalls einen Top-Mann. Stefano Scigliuzzo ist zurzeit noch im Restaurant Zollhof beschäftigt, wird aber ab Januar für das Rosati verantwortlich sein. "Nach 14 Jahren habe ich große Lust, etwas Neues zu machen", sagt er.

Die Kernsanierung des Rosati soll 1,8 Millionen Euro kosten - eine stolze Summe, die Sabatino nicht allein aufbringen muss. Ein Großteil dieser Kosten übernimmt die Firma Lindner, die Eigentümer des Gebäudes ist.

(RP)