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Rolltreppen in Düsseldorf: Warum ein gut gemeintes Schild doch nicht aufgehängt wird

Düsseldorfs U-Bahn-Rolltreppen : Warum ein gut gemeintes Schild doch nicht aufgehängt wird

Eigentlich wollte man in Düsseldorf genervten Pendlern einen Gefallen tun mit „Rechts stehen, links gehen“-Schildern an den U-Bahn-Rolltreppen. In letzter Minute wurden die Hinweise jedoch gestoppt.

Die Landeshauptstadt will auf eine angedachte „Rechts stehen, links gehen“-Beschilderung in den Düseldorfer U-Bahnhöfen verzichten. Der überraschende Grund: Laut Verwaltung ist das Gehen auf Rolltreppen offiziell verboten.

Die Verwaltung hatte die mehrsprachige Beschilderung für den Verkehrsausschuss geprüft und herausgefunden, dass nach Bestimmungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung „ein Gehen auf Fahrtreppen nicht gestattet“ sei. Man habe extra noch einen Sachverständigen konsultiert - mit dem gleichen Ergebnis.

Die Vorlage an den Ausschuss bietet viele Erkenntnisse über Rolltreppen: „Die Stufenhöhe von Fahrtreppen ist höher als von normalen Treppenstufen.“ Das führe „vermehrt zum Stolpern von laufenden Personen“, die andere Menschen mitreißen könnten. Durch die geriffelten Stufen könne man sich außerdem noch mehr verletzen als auf einer normalen Treppe.

Untersuchungen der britischen Transportbehörde hätten zudem ergeben, „dass die maximale Beförderungsleistung erreicht wird, wenn die Fahrtreppen nebeneinander und dicht hintereinander stehend besetzt sind.“ Es erhöhe die Leistungsfähigkeit nicht, wenn die Fahrtreppen nur rechts durchgehend besetzt sind - und einzelne Personen links überholen.

Fazit: Dem Verkehrsausschuss wird empfohlen, die Idee am Freitag zu begraben. Eine Geschwindigkeitserhöhung der Rolltreppen sei aus Sicherheitsgründen übrigens auch ausgeschlossen.

(peng/csr/dpa)