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SPD-Ratsherr: Rolf-Jürgen Bräer unerwartet gestorben

SPD-Ratsherr : Rolf-Jürgen Bräer unerwartet gestorben

Der Hauptschulleiter und langjährige SPD-Ratsherr Rolf-Jürgen Bräer ist in der Nacht zu Donnerstag unerwartet gestorben, er wurde 58 Jahre alt. Seine ruhige, sachliche, aber stets engagierte Art, seine Lebenserfahrung und seinen politischen Sachverstand werden viele vermissen.

Viel Aufhebens um seine Person hat Bräer nie gemacht, hat nie von der Krankheit gesprochen, an der er in den letzten Jahren litt. Gesundheitliche Einschränkungen ließ er sich nicht anmerken, packte pflichtbewusst anstehende Probleme an und stellte die pädagogische und politische Sacharbeit in den Vordergrund.

Ihm lag viel an seinem Heimatstadtteil Oberbilk, für den er am Anfang seiner politischen Karriere als Bezirksvorsteher von 1978 bis 1984 mit zuständig war. Bräer wusste ziemlich genau, wie die Bürger dieses Stadtteils dachten. Nicht nur durch viele persönliche Bekanntschaften und Kontakte zu Vereinen, sondern auch als Leiter der Adolf-Reichwein-Hauptschule. Sie wird von Jugendlichen aus vielen Nationen besucht. Mit seiner verständnisvollen pädagogischen Arbeit hat er sich auf deren Probleme und Wünsche eingestellt, hat sie für ihr Leben gerüstet.

Bräer war klar, dass sich Menschen in ihrem Stadtteil wohlfühlen müssen, damit sie zufrieden leben können. Deshalb hat er die Umstrukturierung des Stadtteils Oberbilk begleitet und sich dafür eingesetzt, dass dieser für die Bewohner attraktiver wird. Ein Schwerpunkt war die Neugestaltung der Kölner Straße nach dem Bau der U-Bahn. Er setzte sich dafür ein, die Bürger an der Konzeption zu beteiligen.

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Und er konnte auch dort seine große Erfahrung in der Verkehrspolitik einbringen. Die war Schwerpunkt seiner Arbeit im Rat, dem er 25 Jahre von 1984 bis 2009 angehörte. Im Ordnungs- und Verkehrsausschuss, dessen Vorsitzender er von 2004 bis 2009 war, machte er sich unter anderem für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs stark. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinbahn unterstützte er deren Kurs der Konsolidierung und der Modernisierung.

Das Ende seiner politischen Arbeit mit der Kommunalwahl 2009 hatte sich Bräer nicht gewünscht. Die Partei hatte es mit der Gestaltung der Reserveliste indirekt erzwungen, weil sie Bräer aus Proporzgründen auf einen aussichtslosen Platz setzte. Bräer war tief enttäuscht und sah das als mangelnde Würdigung seiner Arbeit an. Aber den Aufstand zu proben, war nicht seine Sache. Er war eben ein Sozialdemokrat der traditionellen Art, der auch sachlich überzeugen wollte.

(RP)