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Roku in Düsseldorf: Mehr als Sushi an der Schwerinstraße

Gastronomie in Düsseldorf : Mehr als nur Sushi an der Schwerinstraße

Sternekoch Yoshi Nagaya hat das neue Konzept für die Speisen im Restaurant Roku mit Bar und offener Küche entwickelt. Aber das Glück war den Inhabern anfangs nicht gerade hold.

Japanische Küche, das sind nicht nur Sushi und Sashimi. Obwohl: Sie können wunderbar köstlich sein. Vor allem wenn ein Meister sie neu interpretiert – beispielsweise mit Toro (Thunfisch) und Kaviar. Dies ist nur eine von zahlreichen Spezialitäten im Restaurant Roku an der Schwerinstraße in Pempelfort. Roku, das bedeutet soviel wie Glücksgefühl.

Aber das Glück war den Inhabern Kojun Shuhama und Yoshizumi Nagaya anfangs nicht gerade hold. Im Eckrestaurant, in dem früher das Alfredo untergebracht war, gaben das griechische Restaurant Kuzina sowie das Leon Resto kurze Gastspiele. Nach Renovierungsarbeiten mitten in Corona eröffneten die beiden Freunde das Restaurant, und als endlich zumindest die Terrassen wieder öffnen durften, gab es in der oberen Etage des Hauses an der Schwerinstraße einen Wasserschaden. „Wir haben neidisch zu den vollen Terrassen bei unseren Nachbarn hingeschaut“, sagt Shuhama. Auch das To-go-Geschäft sei anfangs nicht gut gelaufen. „Sushi zum Mitnehmen gibt es überall,“ sagt er. Auch wenn die Sushis von besonderer Qualität seien.

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Folglich haben die beiden jetzt ein neues Konzept erstellt, das ganz eindeutig die Handschrift von Yoshi Nagaya trägt – dem Maître, der je einen Michelin-Stern für sein Nagaya an der Klosterstraße und das Yoshi an der Kreuzstraße besitzt.

In dem modern eingerichteten Restaurant mit Bar und offener Küche gibt es neben Sushi, Tempura, Sashimi und Co. auch mehrere Fleisch- und Fischgerichte sowie zwei Menüs (sechs oder vier Gänge). Yoshi Nagaya ist der Kreative, der Künstler, der wunderschöne Kompositionen auf den Teller bringt. Da muss alles passen. Und da Nagaya nicht an drei Stellen gleichzeitig sein kann, übernimmt David Hölz als Küchenchef die Verantwortung. Der Düsseldorfer, der zuvor im Lido gearbeitet hat, ist ein gelehriger Schüler und schätzt die japanische Küche. Und neben ihm steht ein Sushi-Koch in der Küche, der ebenfalls nicht aus Japan kommt, sondern aus Bulgarien: Kristiyan Ivanov, der in Tokio gelernt hat.

Bei Nagaya muss alles perfekt sein, und so kommt er regelmäßig im Roku vorbei. Oder lässt sich Fotos von neuen Gerichten schicken, damit auch jedes Aperçu an der richtigen Stelle sitzt. So sind alle Speisen wundervoll dekoriert. Im Viergang-Menü (69 Euro) hat der Gast im Hauptgang die Wahl zwischen Fisch und Fleisch, beim Sechsgang-Menu (89 Euro) gibt es neben Sushi und Sashimi Köstlichkeiten wie Hummertartar, Kabeljau, Rinderfilet, bei Aufpreis auch feinstes Wagyu, und den Thunfisch mit Kaviar. Selbstverständlich gibt es zu beiden Menüs passende Weinbegleitungen. Da Geschäftsführer Shuhama längere Zeit im Saarland lebte, gibt es einige Weine aus dem Saarland. Und einen Grünen Veltiner empfiehlt er gerne zu Sushi. Der Wein kommt aber nicht aus Österreich, sondern aus Rheinhessen, sagt Shuhama lächelnd.

Roku Schwerinstraße 34, 0211 15812444, Öffnungszeiten: täglich außer montags ab 18 Uhr