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Bauprojekt: Richtfest beim Prinzenpark

Bauprojekt : Richtfest beim Prinzenpark

In direkter Nachbarschaft zum neuen Vodafone-Gebäude entsteht das Bürogebäude an der Prinzenallee. Gestern wurde das traditionelle Richtfest gefeiert. Die Fertigstellung ist für November dieses Jahres geplant. Dann wird der Mieter Axa-Versicherung 430 Arbeitsplätze dort einrichten.

Düsseldorfs Büromarkt steckt tief in der Krise. Fast zwölf Prozent der Düsseldorfer Büroflächen stehen leer. Doch in Heerdt entsteht weiterer Büroraum. Gestern wurde Richtfest beim fünften Bauabschnitt des Bürogebäudes Prinzenpark gefeiert. Sorgen um die Vermietung macht sich Architekt Walter Brune nicht. "Rund 90 Prozent der neuen Bürofläche an der Prinzenallee sind bereits vermietet", verkündete der Bauherr. Er geht davon aus, dass bis zur Fertigstellung eine Auslastung von 100 Prozent gegeben ist. Das Gebäude soll im November bezugsbereit sein.

 Axa-Vorstand Ulrich Nießen (l.), Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Architekt Walter Brune.
Axa-Vorstand Ulrich Nießen (l.), Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Architekt Walter Brune. Foto: Thomas Bußkamp

Größter Mieter des Bürokomplexes ist die Versicherungsgruppe Axa. Sie will im Dezember an der Prinzenallee einziehen. "Wir werden dort 430 Büroarbeitsplätze schaffen", sagte Ulrich Nießen, Vorstandsmitglied der Axa-Versicherung. In das Gebäude ziehen Mitarbeiter, die heute noch in Derendorf sitzen. "Wir wollen im Prinzenpark ein neuartiges Bürokonzept umsetzen", sagte Nießen. Das Arbeitskonzept "Open Space" (offener Raum) sieht auch vor, dass Mitarbeiter ein bis vier Tage per Telearbeit von zu Hause ihren Tätigkeiten nachgehen. Allerdings haben beim neuen Bürokonzept immer noch alle Mitarbeiter einen festen Büroarbeitsplatz. Siemens war bei seinem neuen Bürogebäude am Flughafen noch einen Schritt weiter gegangen. Dort hat kein Mitarbeiter mehr einen festen Schreibtisch, sondern die Kollegen suchen sich an jedem Arbeitstag einen neuen Platz — je nach der anfallenden Arbeit.

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Angesichts der vielen Büroleerstände in Düsseldorf stellt sich die Frage, warum Axa auf einen Neubau setzt und nicht preiswertere, andere Gebäude bevorzugt. "Die meisten älteren Büroflächen in Düsseldorf sind für unser Bürokonzept zu kleinteilig", erklärt Axa-Vorstand Nießen. Außerdem habe die gute Verkehrsanbindung in der Nähe des Seesterns große Vorteile, so der Manager.

Der Neubau befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum gerade entstehenden Vodafone-Gebäude. Auf dem rund 6700 Quadratmeter großen Grundstück entstehen insgesamt 11 300 Quadratmeter Bürofläche. Das Gebäude hat fünf bis sechs Etagen. In zwei Tiefgaragengeschossen entsteht Platz für bis zu 225 Autos. Die Erschließung des Grundstücks erfolgt über die Willstätterstraße, die parallel zu der Baumaßnahme von der Stadt Düsseldorf vierspurig ausgebaut wird. Die Bauarbeiten hatten im Juli vergangenen Jahres begonnen.

Zum Richtfest hielt der Polier der Baufirma Rotterdam aus Langenfeld die traditionelle Grußformel zum Lob des Neubaus und der Handwerker, die ihn bauen. Für die Stadt war Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann zu Gast und lobte den Neubau. Für Bauarbeiter, Gäste und künftige Mieter gab es im Anschluss Reibekuchen und Gulaschsuppe.

(RP)