RhineCleanUp 2019 Samstag in Düsseldorf

Aktionstag in Düsseldorf : „RhineCleanUp“ ist mehr als ein Tag zum Müllsammeln

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr geht das Projekt RhineCleanUp am Samstag in die zweite Runde. Mit vielen ehrenamtlichen Helfern soll der Rhein und sein Ufer von der Quelle bis zur Mündung gesäubert werden.

Die Düsseldorfer Veranstalter wollen aber mehr sein als Europas größte Müllsammler.

Schon bei der Premiere 2018 konnten sich die Zahlen sehen lassen. Die von Düsseldorf aus gestartete Aktion erreichte 58 Kommunen in fünf Ländern. Insgesamt engagierten sich damals gut 10.000 Menschen ehrenamtlich für die Aktion und säuberten das Rheinufer von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung in den Niederlanden. „Wir können stolz und froh sein, dass eine Düsseldorfer Idee so große Kreise zieht“, sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel. „Das Thema Sauberkeit in der Stadt und des Rheinufers ist immens wichtig und man merkt, dass die Sensibilität dafür in der Gesellschaft wächst.“

Vieles deutet darauf hin, dass die positiven Zahlen aus dem ersten Jahr am Samstag deutlich gesteigert werden. Insgesamt haben sich bereits 176 Gruppen aus 103 Kommunen zum RhineCleanUp angemeldet, um von 10 bis 13 Uhr an ihren Stellen des Rheins das Ufer zu säubern. „Unser erstes Ziel war die Zahl von 59 auf über 100 zu steigern. Das haben wir schon geschafft“, sagte Joachim Umbach vom Organisationsteam. Zwei weitere Ziele stehen für Samstag aber noch auf der Agenda: „Wir hoffen, am Wochenende 20.000 bis 30.000 Teilnehmer zu mobilisieren. Sollten wir das schaffen, bin ich zuversichtlich, dass am Ende über 200 Tonnen gesammelter Müll zusammenkommen.“ Im Fokus steht beim RhineCleanUp aber nicht nur das bloße Sammeln von Plastik und Müll. „Wir möchten an diesem Tag ein Signal ausgeben und Diskussionen anstoßen. Das Bewusstsein in der Gesellschaft für Müllverhinderung und -beseitigung muss weiter geschärft werden“, sagt Umbach.

Von Wittlaer bis Urdenbach wird es im Düsseldorfer Stadtgebiet insgesamt 18 Sammelpunkte geben. Die vier großen Anlaufstellen befinden sich linksrheinisch an der Theodor-Heuss-Brücke, der Oberkasseler Brücke und der Rheinkniebrücke sowie auf der rechten Rheinseite am Paradiesstrand. Für eine reibungslose Planung, wie viel Materialien an den einzelnen Standorten benötigt werden, bitten die Organisatoren um eine Anmeldung über die Internetseite www.rhinecleanup.org.

Für eine besondere Aktion rund um den großen RhineCleanUp sorgt am Samstag die Initiative Pottwale e.V. gemeinsam mit dem belgischen Künstlerkollektiv Captain Boomer. Zwischen der Rheinknie- und der Oberkasseler Brücke wird ein lebensechtes Modell eines Pottwals mit einer Länge von 15 Metern ausgestellt.

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