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Rheinkirmes in Düsseldorf: Viele neue Fahrgeschäfte

Düsseldorf : Viele neue Fahrgeschäfte bei der Kirmes

Unterwegs mit der Kirmesstreife

Auftakt ist am 11. Juli, das Feuerwerk ist am 18. Juli. 312 Schausteller sind dabei. Ab Montag wird aufgebaut.

Dreiviertel aller Bäume auf den Rheinwiesen sind dem Sturm zum Opfer gefallen. Noch liegen die Stämme und Äste auf dem Kirmesgelände. "Bis Montag soll aber alles geräumt sein", so Kirmes-Architekt Thomas König. "Dann können wir aufbauen." So traurig es auch ist, dass die zwölf Bäume gefällt werden müssen, - zumindest an einer Stelle sieht er einen Vorteil: "Jetzt können wir den Kettenflieger an der Radschlägerstraße wieder auf seinen alten Platz stellen.

Denn mit dem einen Baum, der jetzt leider gefallen ist, hätte das Fahrgeschäft in die Baumkrone gereicht, und wir hätten einen neuen Platz finden müssen." Acht Neuheiten gibt es in diesem Jahr: die Fahrgeschäfte Super Chaos (Foto), Villa Wahnsinn, XXL Fun House und High Impress, das Uerige-Zelt sowie die Gastro-Stände Hermanns Spezialitäten und die Cheese-Box sowie die Attraktion Foto-Schießen. Wieder mit dabei ist der Sky-Liner. Aber auch der Power Tower, das Riesenrad, die Alpina Bahn, der Höllenblitz und die Wildwasserbahn werden aufgebaut. Insgesamt sind 312 Schausteller dabei. Die Kirmes findet zum 113. Mal statt und wird von Düsseldorf Marketing Tourismus (DMT) international beworben.

Die Neuheiten Super Chaos lässt seine Fahrgäste um die eigene Körperlängsachse drehen - zwar ohne Überschlag, aber trotzdem mit einigen Anforderungen an Kreislauf und Magen, so Thomas König. Die Villa Wahnsinn, zum ersten Mal in Düsseldorf, lädt zur Haus-Party. Auf allen Ebenen wird gefeiert - das aber mit Drehteller, Rollbändern und abkippenden Balkonen. Stamm-Besucher liebten es offenbar, an einem Stand zu schießen und sich dabei fotografieren zu lassen. Darum wird diese Attraktion des "Foto-Schießens" wieder angeboten. Der High Impress lädt wieder zur Rotation und wird als "größte mobile Trockenschleuder" angekündigt. Das XXL Fun House hat vier Etagen und lädt zu Spaß-Aktionen in Hollywood-Kulisse. Drinnen gibt es zum Beispiel eine 16 Meter lange Rutsche.

Gastronomie 25 000 Quadratmeter der Fläche gehören zum Kapitel Essen & Trinken - dazu gehören in diesem Jahr neu Hermanns Spezialitäten mit allen möglichen Champignon-Gerichten und die Cheese-Box mit vielen Käse-Gerichten dazu. Die Düsseldorfer Brauereien sind natürlich mit ihren Partyzelten wieder dabei. Neu ist nur, dass das Uerige nach drei Jahren Abstinenz mit neuem Konzept wie einem Biergarten - vor allem für die Raucher - dabei ist.

Die Schützen Sie sind Dreh- und Angelpunkt der großen Kirmes am Rhein. Schützenchef Lothar Inden und Schützenoberst Günther Pannenbecker wiederholten in diesem Jahr wieder ihren Standardsatz: "Ohne die Schützen gibt es keine Kirmes." Sie fangen am Samstag, 5. Juli, mit dem Regiments-Ringstechen in Lohausen an, machen weiter am Sonntag, 6. Juli, mit einem Konzert am Rathaus und eröffnen am Freitag, 11. Juli, feierlich die Kirmes. Der große Festzug durch die Stadt und über die Reitallee ist am Tag drauf. Montagabend findet zum ersten Mal eine Party speziell für junge Gäste statt. Am Dienstag wird der neue König ermittelt. Am Donnerstag sind wieder rund 2000 Senioren im Festzelt zu Gast. Freitag ist vor dem Feuerwerk der Zapfenstreich. Am Sonntag ermittelt die Interessengemeinschaft der Düsseldorfer Schützenvereine den Stadtkönig.

Polizei Sie ist mit 100 Beamten an den "normalen" Tagen im Einsatz, am Feuerwerks-Freitag mit 130-150 Beamten. Durch diese hohe Präsenz kann die Kriminalität relativ niedrig gehalten werden. "Wir haben im letzten Jahr 17 in Gewahrsam genommen, die Münchner bei ihrem Oktoberfest 750", sagt Polizei-Pressesprecher Markus Niesczery. Allein die Zahl der abgeschleppten Autos lag mit 502 im letzten Jahr hoch.

Sicherheit Die Kirmes gilt als eines der sichersten Volksfeste. In diesem Jahr gibt es aus Sicherheitsgründen einen neuen Platz für den Flasher: Da, wo er bislang stand, staute sich immer eine Menschenmenge. Jetzt bekommt er einen neuen Platz, und es kann so keine Gefährdungslage entstehen.

(RP)