Rheinkirmes 2016 in Düsseldorf: Das geben die Besucher aus

Rheinkirmes 2016 : So viel geben Besucher auf dem Festplatz aus

Bei Familien ist die 100-Euro-Grenze für einen Tag schnell erreicht. Der Schaustellerverband betont, dass die Preise maßvoll kalkuliert seien.

Wer die Kirmes besucht, der lässt zwangsläufig auch Geld auf dem Festplatz. Die Spanne dabei ist groß. Den Sparsamen reichen zehn Euro, um einen Abend mit zwei bis drei Getränken zu bestreiten. Wer mit der Familie unterwegs ist, erreicht jedoch schnell einen dreistelligen Betrag. Familie Hinckers aus Kempen hat sich bei den Ausgaben von vornherein keine Grenze gesetzt. "Man muss sich darauf einstellen, dass der Besuch etwas kostet", sagt Martin Hinckers. Allerdings hat die dreiköpfige Familie allein für die Anfahrt und die erste Tour von Tochter Matilda auf dem Karussell bereits 34 Euro bezahlt. Da hat der Nachmittag gerade angefangen.

"Wir erhöhen nicht willkürlich die Preise"

Kritik an der Preispolitik tritt Oliver Wilmering, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Düsseldorf, entgegen. "Wir erhöhen nicht willkürlich die Preise", sagt er. Wenn es Erhöhungen gebe, hätten diese auch Gründe. Würden zum Beispiel die Standgelder angehoben, müssten die Schausteller das an die Besucher weitergeben. Auch Faktoren wie gestiegene Energiekosten und Ausgaben für die Sicherheit hätten dazu geführt, dass Preise gestiegen seien. Wilmering betont, dass "eng kalkuliert" werde und dass die Schausteller niemanden vom Kirmesbesuch ausschließen wollten.

Luftaufnahmen: die Rheinkirmes 2016 von oben

Besucher nehmen Preise hin

Viele der Befragten nehmen es hin, für den Festbesuch etwas mehr zu zahlen. "Es sind halt Kirmespreise", sagt zum Beispiel Martin Linke, der sich mit Simon Dworatzek auf ein Getränk im Tiroler Dorf getroffen hat. Dementsprechend halte er sich etwas zurück. Familie Schöttler aus Heiligenhaus hat eine klassische Methode gewählt, um das Budget im Rahmen zu halten. Für ihren Kirmesbesuch hat sie 100 Euro veranschlagt. Über mehr als die Hälfte des Geldes entscheiden ihre fünfjährigen Kinder Nele und Tobias, die je 30 Euro Kirmesgeld bekommen haben. Wenn das weg ist, ist es weg. "Sie können darüber eigenmächtig entscheiden", sagt Arnd Schöttler.

Wie Sie - ganz preisunabhängig - einen kühlen Kopf auf der Kirmes bewahren, erfahren Sie hier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das geben Besucher auf der Rheinkirmes 2016 aus

(jaw)