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57 zusätzliche Fahrer: Rheinbahn will pünktlicher werden

57 zusätzliche Fahrer : Rheinbahn will pünktlicher werden

Das Nahverkehrsunternehmen investiert 2,65 Millionen Euro, um mehr Fahrer und mehr Fahrzeuge einsetzen zu können. Ziel ist es, in 85 Prozent aller Fälle pünktlich an der Haltestelle zu sein.

Anfang Juni stellt die Rheinbahn weit mehr als ihren Fahrplan um. Sie will dann zugleich ein Konzept in Kraft setzen, mit dem deutlich mehr Busse und Bahnen pünktlich die Stationen erreichen (Zielvorgabe: 85 Prozent).

2,65 Millionen Euro investiert das Unternehmen, um 57 zusätzliche Fahrer zu engagieren und weitere Fahrzeuge bereitzustellen. Dann sollen in den Hauptverkehrszeiten 15 Busse und fünf Bahnen mehr eingesetzt werden können — jeweils auf den Linien, auf denen dies nach der aktuellen Verkehrssituation gerade am stärksten erforderlich ist. Bei den Bahnen konzentriert sich der Ansatz auf die Linien 701, 706, 707, 709 und 715. Außerdem verlängert die Rheinbahn an den Wochenenden den Zehn-Minuten-Takt auf den zentralen Straßenbahn-Strecken.

Dieses Konzept stellte der Rheinbahn-Vorstand, Dirk Biesenbach und Klaus Klar, am Montag zusammen mit der Bilanz für 2011 vor. Danach stieg die Zahl der beförderten Personen um rund 800.000 auf 215,7 Millionen. Der Umsatz wuchs auf 192,8 Millionen Euro, darunter 167,9 Millionen Euro aus dem Fahrkartenverkauf.

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Da der Umsatz im Vorjahr bei 183,7 Millionen Euro lag, geht Biesenbach davon aus, dass das Unternehmen in diesem Jahr die Marke von 200 Millionen Euro knackt. "Wir rechnen mit einer Preissteigerung des Verkehrsverbundes und noch mehr Fahrgästen", sagte er. Das Bilanzergebnis der Rheinbahn liegt damit bei minus 53,9 Millionen Euro, drei Millionen Euro besser als geplant. Der Anteil der Stadt daran beträgt 40 Millionen Euro.

Neue Info-Technik

Bei den Investitionen bilden Fahrzeuge, Bauarbeiten an Bahnsteigen und neue Informationstechnik die Schwerpunkte. Die Rheinbahn hat inzwischen alle Bahnen erhalten, die sie ab 2015 auf der neuen U-Bahn-Strecke einsetzt. Für neue Fahrzeuge wurden deshalb 2011 41,3 Millionen Euro fällig. Auf den künftigen Strecken der neuen Linien außerhalb der Tunnel hat die Rheinbahn die Haltestellen angepasst, zudem werden pro Jahr bis zu vier neue Hochbahnsteige geschaffen.

Die Investitionen in die Informationstechnik sollen sich für die Fahrgäste schon in diesem Jahr bemerkbar machen. Rheinbahn-Vorstand Biesenbach kündigte an, dass im Internet und auf Smartphones dieselben Informationen verfügbar sind, wie sie die digitalen Anzeigetafeln an den Haltestellen liefern.

Später sollen solche Informationen auch auf Monitoren in Bussen und Bahnen zu sehen sein. In den Fahrzeugen lesen die Nahverkehrsnutzer dann, an welche Haltestellen sie als nächstes kommen und wie lange die Fahrt bis dorthin noch dauert. Nähert sich ein Fahrzeug der Haltestelle, verändert sich das Monitorbild. Dann werden die Umsteigemöglichkeiten an der Station aufgelistet, mit ihrer geplanten Abfahrtszeit, einer Bestätigung dieser Zeit beziehungsweise der Abweichung. Dadurch wissen die Fahrgäste, welche Anschlüsse zur Verfügung stehen, ob sie diese noch erreichen oder sich Zeit lassen können. Insgesamt investiert das Unternehmen 30 Millionen Euro in ein neues Betriebsleitsystem und Digitalfunk.

(jco)