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Rheinbahn-Vorstand zieht optimistische Bilanz

Hauptversammlung in Düsseldorf : Rheinbahn setzt auf das Wachstum der Stadt

Nach einem schwierigen Jahr zog Vorstand Klaus Klar am Dienstag optimistisch Bilanz: Die Rheinbahn sei wieder auf gutem Kurs.

Unter den Flügeln im Unternehmenslogo verspürt Rheinbahn-Chef Klaus Klar nach den turbulenten vergangenen Monaten nun wieder „frischen Wind“. Damit meint er nicht nur die Ende 2018 gestartete Qualitätsoffensive und die gar nicht so schlechten Geschäftszahlen, „sondern auch die fachliche Verstärkung durch meine neuen Vorstandskollegen, Sylvia Lier für die kaufmännischen und Michael Richarz für die technischen Bereiche“.

Nicht zuletzt der Zoff um diese Neuzugänge, der unrühmliche Abgang von Vorstandssprecher Clausecker und eine scheinbar nicht enden wollende Serie von Pannen und Ausfällen auch auf der Strecke hatten das zurückliegende Rheinbahn-Jahr überschattet. Das soll nun vergessen sein. Der Aufsichtsrat sprach am Dienstag dem Vorstandstrio und den knapp 3000 Mitarbeitern Dank und Anerkennung aus, und die Hauptversammlung bedachte den Vorstand ebenso wie das junge Team, das die Qualitätsoffensive mit Leben füllen soll, mit freundlichem Applaus.

Im Wachstum der Stadt sieht die Rheinbahn großes Entwicklungspotenzial. Mit der Anbindung neuer Wohn- und Gewerbegebiete an den Öffentlichen Personennahverkehr, aber auch durch den „fortschreitenden Wandel der Mobilitätskultur“ hofft man auf neue Kunden.

Rund 100.000 Fahrgäste hat das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr dazugewonnen, 224,8 Millionen Fahrgäste zahlten laut Bilanz 235,4 Millionen Euro für Einzel- und Abo-Tickets, rund fünf Millionen Euro mehr als 2017. Mit einem Kostendeckungsgrad von knapp 80 Prozent lag die Rheinbahn nicht nur um anderthalb Prozentpunkte über ihrem eigenen Plan, sondern auch um stolze vier Prozent über dem Branchendurchschnitt.

Für 2019 kalkuliert die Rheinbahn erhebliche Mehrausgaben vor allem durch die Maßnahmen im Projekt „Rheinbahn 2021“ ein, die teils aus den Gewinnrücklagen finanziert werden sollen. Zusätzliche Kosten werden durch den Umbau von 400 Lichtsignalen und Taktverdichtungen erwartet.