Düsseldorf: Rheinbahn verkauft alle 830 Werkswohnungen

Düsseldorf : Rheinbahn verkauft alle 830 Werkswohnungen

Die Düsseldorfer Rheinbahn will sich kurzfristig von ihren Wohnungen für eigene Beschäftigte trennen. Bisher gehören die Immobilien der hundertprozentigen Rheinbahn-Tochter "Rheinbahn Immobilien GmbH (RI).

"Unser Unternehmen wird sich künftig stärker auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Das ist nicht die Vermietung von Häusern, sondern der öffentliche Personen-Nahverkehr", sagte Rheinbahn-Pressesprecher Eckhard Lander im Gespräch mit der Rheinischen Post. Zurzeit laufen Verhandlungen mit der Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaft (DWG), die bereits 6500 Wohneinheiten in der Landeshauptstadt verwaltet. Sie ist die größte Düsseldorfer Immobiliengenossenschaft. Geht es nach den Plänen des Rheinbahn-Managements, dann ist der Verkauf der Immobilien bis zum Jahresende abgeschlossen.

Unklar ist noch, wie viel die Rheinbahn durch den Verkauf erlösen wird. Nach vorsichtigen Schätzungen könnte der Preis für alle Objekte zusammen zwischen 80 und 100 Millionen Euro liegen. Für die Mieter der Immobilien soll sich nichts ändern, versichert Lander. "Die Mietverträge sollen von der DWG unverändert übernommen werden.

Nicht entschieden ist, ob die Bewohner auch einen Genossenschaftsanteil an der DWG erwerben müssen. Von dem Verkauf sind Wohnungen in Kaiserswerth (Verweyenstraße, Alte Landstraße, Walpurgisstraße), in Wersten (Gerberstraße) und in Bilk (Fruchtstraße, Hennekamp) betroffen. Außerdem werden noch Doppelhaushälften und Wohnungen in Heerdt (Hansaallee) veräußert, darunter auch solche, die erst vor etwa zehn Jahren errichtet worden waren. Ein Einzelverkauf an Private ist nicht vorgesehen. Von den 830 Wohnungen werden heute 140 von Rheinbahnangestellten und 200 von Rheinbahn-Pensionären bewohnt. Die Mitarbeiter der RI werden von der Rheinbahn übernommen.

(RP/jco)