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Rheinbahn-Streik in Düsseldorf: Stadt öffnet Umweltspuren

Montag und Dienstag : Düsseldorf öffnet Umweltspuren an Streiktagen

Am Montag und Dienstag bestreikt Verdi den öffentlichen Dienst in Düsseldorf. Am stärksten betroffen sind Kunden der Rheinbahn. Um das erhöhte Verkehrsaufkommen zu entzerren, öffnet die Stadt die Umweltspuren.

Am Montag und Dienstag ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi erneut Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu einem Warnstreik auf. Am stärksten von der Maßnahme ist die Rheinbahn betroffen, die an beiden Tagen bestreikt wird, sodass weder Busse noch Straßen- und Stadtbahnen verkehren werden.

Da sich durch einen Streik erfahrungsgemäß das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt deutlich erhöht, hat die Stadt bereits angekündigt, am Montag temporär die Umweltspuren aufzuheben. Eine Ausdehnung der Regelung auf Dienstag ist wahrscheinlich. Gute Geschäfte erwarten dagegen die Taxifahrer. Bei den vorherigen Streiktagen verzeichneten sie eine deutlich erhöhte Nachfrage. Auch andere Fahrdienste wie Clevershuttle, Uber und Freenow verzeichnen an Streiktagen üblicherweise ein deutlich höheres Fahrgastaufkommen, sodass es zu längeren Wartezeiten und bei einigen Anbietern auch höheren Fahrtkosten kommt. Die S- und Regionalbahnen sind von dem Streik dagegen nicht betroffen und verkehren wie gewohnt.

 Am Dienstag sind neben der Rheinbahn auch die Stadtverwaltung inklusive der städtischen Kitas, die Ver- und Entsorgung sowie der Gesundheitsbereich von der Arbeitsniederlegung betroffen. Das betrifft Beschäftigte der Rentenversicherung Rheinland, der Stadtwerke Düsseldorf, der Awista, des LVR-Klinikums Düsseldorf sowie der Sana-Kliniken in Gerresheim und Benrath.

Verdi begründet den erneuten Streik damit, dass die vorliegenden Angebote des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Nordrhein-Westfalen (KAV NW) und Arbeitgeberverband der Kommunen (VKA) für Mitarbeiter nicht ausreichend seien, so Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des Bezirks Düssel-Rhein-Wupper. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Verkürzung der maximalen Dienstlänge und eine Erhöhung der Ruhezeiten im Nahverkehr sowie eine Lohnerhöhung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Kritik gibt es von Arbeitgeberseite. Klaus Klar, Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor der Rheinbahn, sagte, er habe kein Verständnis, dass trotz laufender Verhandlungen der Nahverkehr inzwischen zum vierten Mal in kurzer Zeit bestreikt werde.