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Leserforum: Diskutieren Sie mit: Rheinbahn installiert 500 zusätzliche Kameras

Leserforum: Diskutieren Sie mit : Rheinbahn installiert 500 zusätzliche Kameras

Während die Pläne der Polizei, in der Altstadt künftig auch die Mertensgasse und die komplette Bolkerstraße mit Videotechnik zu überwachen, teils kontrovers diskutiert werden, rüstet die Rheinbahn ihre Überwachungstechnik ohne große Umschweife auf.

Für rund 4,5 Millionen Euro sollen sämtliche Fahrzeuge nach und nach mit Kameras ausgestattet werden — bislang sind es 213 Busse und Bahnen. Auch an Haltestellen und in U-Bahnhöfen sollen in den kommenden Jahren — nicht zuletzt im Rahmen des Neubaus der Wehrhahn-Linie — 500 Kameras mehr installiert werden.

Die Videoüberwachung im öffentlichen Nahverkehr verhindere Vandalismus und schrecke auch Graffitischmierer ab, sagt Andreas Hartnigk, Vorsitzender des Rheinbahn-Aufsichtsrats und auch als ordnungspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion ein Befürworter von Kameraüberwachung. Anders als die Bilder der Polizeikameras in der Altstadt werden die der Rheinbahn aber nicht permanent ausgewertet. Sie kommen nach dem Zufallsprinzip auf die Monitore der Leitstelle, die sich nur bei Notrufen gezielt an den betreffenden Kamerastandort schaltet.

Vor einem Jahr hatte die Kamera in einem Rheinbahnzug einen mutmaßlich rechtsextremen Messerstecher gefilmt. Mit den Bildern fahndete die Polizei seinerzeit nach dem Mann mit der Skinhead-Frisur, der Anfang November einen Marokkaner am Rheinufer niedergestochen haben sollte. Dass diese Bilder zur Verfügung standen, war Zufall, denn die Rheinbahn hat bisher wenig Kapazitäten, um die aufgezeichneten Bilder aufzubewahren.

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Auch das soll sich ändern: Das Unternehmen will mit neuer Technik seine Überwachungsvideos 72 Stunden lang aufbewahren können. Die Ausschreibung läuft derzeit, sagte ein Rheinbahn-Sprecher. Bis April 2013 sollte die neue Speichertechnik installiert sein.

(ila)