Deutschlandticket-Probleme bei der Rheinbaahn Kunden verärgert über nicht auslesbare Tickets

Düsseldorf · Viele Rheinbahnkunden können sich bislang noch nicht mit dem Deutschlandticket ausweisen, sondern nur mit den bisherigen Karten wie dem Ticket 2000. Bei Kontrollen außerhalb des VRR kann das zu Problemen führen. Was dazu Fahrgäste und die Rheinbahn sagen.

 Das Deutschlandticket kann seit 1. Mai genutzt werden.

Das Deutschlandticket kann seit 1. Mai genutzt werden.

Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Nach Start des Deutschlandtickets haben zahlreiche Rheinbahn-Kunden Schwierigkeiten, den Besitz nachzuweisen. Der Grund: Wer bisher ein Abo bei der Rheinbahn hatte, ist automatisch auf das neue 49-Euro-Ticket umgestellt worden, solange er dem nicht widersprochen hatte. Allerdings fehlen noch neue Chipkarten. Auf Anfrage unserer Redaktion verweist eine Sprecherin auf „Lieferengpässe seitens der Hersteller“. Die neuen Karten sollen „in den nächsten Wochen, sobald wir genügend Deutschlandticket-Chipkarten haben“, verschickt werden. Auf der Internetseite der Rheinbahn ist von Sommer 2023 die Rede.

Bis dahin sind alten Karten jedoch bei Kontrollen nicht auslesbar, wie es etwa Rheinbahn-Kunde Karl-Heinz Schneider unserer Redaktion berichtet. Ein Kontrolleur außerhalb des VRR-Gebietes habe ihm in der Nähe von Koblenz empfohlen, sich eine schriftliche Bestätigung geben zu lassen. Der Kundenbetreuer habe die Problematik gekannt, das könne aber auch mal anders sein.

Als Übergangslösung hatte die Rheinbahn Aufkleber für die alten Chipkarten geschickt. Die habe ein weiterer Kontrolleur jedoch kritisch gesehen, sagt Schneider. Entscheidend sei, wie das Ticket ausgelesen werde, der Aufkleber könne auch auf ungültige Tickets geklebt werden. Die Rheinbahn verweist auf „bundesweite Absprachen unter den Verkehrsunternehmen, in der Startphase des Deutschlandtickets bei solchen Anlaufproblemen Kulanz walten zu lassen“.

Rheinbahn-Kunde Schneider sagt dennoch: „Für mich ist das unangenehm.“ Er sehe die Gefahr, dass er zur Kasse gebeten werde. Was sollen Rheinbahn-Kunden tun, wenn es so weit kommen sollte? Das Unternehmen teilt mit: „Falls unsere Kundinnen und Kunden bei anderen Unternehmen ein erhöhtes Beförderungsentgelt bezahlen müssen, obwohl sie ein Deutschlandticket bei uns beziehen, können sie sich direkt an die Rheinbahn wenden, die sich um die Klärung kümmert.“ Alternativ könnte man Chipkarten in Kunden-Centern überschreiben lassen.

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