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Transportqualität ändert sich: Rettungswagen für schwergewichtige Patienten

Transportqualität ändert sich : Rettungswagen für schwergewichtige Patienten

Düsseldorf (dto). Der Rettungsdienst der Düsseldorfer Feuerwehr verfügt ab sofort über einen neuen Rettungswagen für schwergewichtige Patienten. Damit verändert sich Situation sowohl für Patienten, die mehr als 150 Kilo wiegen, als auch für die Rettungsassistenten, die diese transportieren müssen. Der neue Rettungswagen kostet 155.000 Euro. Zusätzliche 35.000 Euro investiert die Stadt in die medizinische Ausstattung.

Der neue Rettungswagen wird alarmiert, wenn der Patient 150 Kilogramm Körpergewicht überschreitet oder auf Grund der Körperabmessungen ein normaler Kranken- oder Rettungswagen wegen der Befestigung als nicht geeignet erscheint. Die Belastbarkeit endet bei 727 Kilogramm. Dabei ist eine Toleranz wegen höherer Kräfte, wie sie bei Bewegungen im engen Treppenraum mit Patienten entstehen können, einkalkuliert.

Zudem hat das Fahrzeug ein Tragetuch mit gleicher Belastbarkeit wie die Krankentrage für sehr enge Treppenräume oder Wohnungen an Bord. Für Notfallsituationen gibt es weiter eine Vakuummatratze (bis zu 727 Kilogramm Belastungsgrenze) zur Stabilisierung bei Wirbelsäulenverletzungen und eine Schleifkorbtrage (Belastungsgrenze 1.100 Kilogramm), die zur Rettung aus Höhen und Tiefen verwendet wird, beschafft. Zur weiteren medizinischen Ausstattung gehören: - Defibrillator, - EKG-Gerät, - Beatmungsgerät, - Notfallkoffer für Atmung und Kreislauf, - Medikamente.

Der Rettungswagen verfügt über eine hydraulische Ladebordwand um die Patienten in den Transportraum zu heben. Der Fahrer kann im Bedarfsfall den Patienten mit einer Überwachungskamera beobachten. Krankenhausbetten oder Rollstühle können ebenfalls sicher transportiert werden.