Vanlee in Düsseldorf-Golzheim - Essen fast wie in Vietnam

Gastro-Tipp Düsseldorf : Vanlee in Golzheim - Essen fast wie in Vietnam

Im Restaurant Vanlee sind die Portionen großzügig und die Preise fair gestaltet. Viele Gerichte gibt es in einer vegetarischen Version.

An der Kaiserswerther Straße in Golzheim liegt das kleine vietnamesische Restaurant Vanlee. Der Innenraum ist mit schwarzen Stühlen, hellen Fliesen, cremefarbenen Wänden relativ schlicht, aber dank der gedämpften Beleuchtung gemütlich gehalten. Auf die für solche Lokale gerne verwendeten „typisch“ asiatischen Dekorationsartikel wie Buddha-Figuren, Lampions, Porzellandrachen und Papierfächer wird glücklicherweise verzichtet.

Die Eheleute The-Dan Ngo und Hong Hoa Le betreiben das Vanlee. Während Ngo in der Küche wirbelt, umsorgt seine Frau aufmerksam aber unaufdringlich die Gäste. Bei gutem Wetter können die Besucher auch im Hinterhof unter Sonnenschirmen Platz nehmen und aus der umfangreichen Speisekarte wählen.

Bei unserem Testbesuch wählen wir als Vorspeise einen Mango-Salat mit Garnelen und Erdnusssplittern (5,50 Euro) und nicht frittierte Rollen aus Reismehlblätterteig gefüllt mit Garnelen und Salat – also eine Art asiatischer Wrap. Die zwei Rollen (4,90 Euro zusammen) sind ordentlich groß und sehen nicht nur appetitlich und frisch aus, sondern sind es auch und werden mit einer leicht scharfen Erdnusssoße serviert. Die in feine Streifen geschnittene Mango im Salat hat genau den richtigen Reifegrad und ergänzt sich geschmacklich wunderbar mit den anderen Zutaten. Die vegetarische Frühlingsrolle (2,30 Euro) wird schön knusprig frittiert.

Als Hauptgang bestellen wir bei unserem Testbesuch das südvietnamesische Curry mit Huhn, Zitronengras, Kokosmilch und Tomate (12,50 Euro). Das Mahl wird als Spezialität des Hauses angepriesen und mit Reis serviert. Wir sind froh, dass wir als zweiten Hauptgang nur die kleine Portion der sauer-scharfen Suppe (3,50 Euro) gewählt haben, denn die Curry-Portion ist mehr als großzügig bemessen, reicht fast für zwei Personen. Serviert wird in einem kleinen Metalltopf mit Deckel und einem Stövchen, so dass das gut gewürzte Gericht in aller Ruhe verputzen werden kann.

Zu den weiteren Spezialitäten des Hauses gehören zum Beispiel noch Garnelen mit frischer Ananas, Tomaten und Frühlingszwiebeln (14,50 Euro) oder Tofu mit Kokosmilch, grünen Bohnen und weiteren Gemüsesorten (11,50 Euro). Im Vanlee stehen zudem viele Suppen mit Reisnudeln auf der Speisekarte – als große oder kleine Portion wählbar. Die große Portion Nudelsuppe mit Rindfleisch und frischen Kräutern kostet zum Beispiel 10,90 Euro.

Als Dessert wählen wir die gebackene Banane mit Honig und Vanilleeis (3,80 Euro). Die großzügig bemessene Portion wird von der Kellnerin direkt mit zwei Löffeln serviert. Die Hülle ist schön knusprig gebraten und die Banane hatte die richtige Konsistenz: nicht matschig, aber auch nicht zu hart. Auf der Karte steht zudem noch ein warmes Dessert aus Banane, Klebereis, Kokosmilch und Erdnusssplittern.

Wer seine Speisen original asiatisch zubereitet haben möchte, sollte dies ruhig sagen. Denn im Vanlee macht man Zugeständnisse an den europäischen Gaumen, verwendet deshalb beispielsweise Koriander ausschließlich auf besonderen Wunsch. „Den Geschmack von Koriander mögen nämlich viele Europäer nicht“, sagt Koch Ngo. Den Schärfegrad der Speisen kann jeder Gast ohnehin selber bestimmen, denn auf den Tischen steht neben der obligatorischen Sojasoße auch ein Töpfchen der Chili-Würze Sambal Oelek.

Wer will, kann auch seine Getränkeauswahl asiatisch gestalten. So wird etwa vietnamesisches Bier, Reisschnaps, Ingwer- und Jasmintee angeboten.

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