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Restaurant in Düsseldorf: The Duchy - königlich speisen im Herzogtum

Restaurant in Düsseldorf-Stadtmitte : The Duchy - königlich speisen im Herzogtum

The Duchy heißt das Restaurant im Breidenbacher Hof nach dem Umbau. Statt in klassischem Louis-seize- glänzt es nun im zeitgemäß-urbanen Brasserie-Stil. Neu ist die integrierte Raw Bar, an der man es sich mit Austern, Kaviar und Champagner gut gehen lassen kann.

The Duchy bedeutet im Englischen nichts anderes als „Herzogtum“. Dass man sich im 1806 eröffneten Breidenbacher Hof mit diesem Namen auf das 1805 von Napoleon begründete Großherzogtum Berg beruft, ergibt Sinn. Dass der Name gleichzeitig der einer fiktiven weiblichen Figur ist, die für das neu eingerichtete Restaurant des Hauses steht, einer „Freidenkerin, eine Ikone der gelassenen Unabhängigkeit“, ist wohl eher die Idee erfindungsreicher Marketingmacher. Eine dieser Dame gewidmete mehrseitige, hübsch illustrierte Broschüre liegt auf den Tischen zur Einsicht bereit.

Zuvor war hier die „Brasserie 1806“ beheimatet. Ihr klassischer Louis-seize-Stil wich nun einem zeitgemäßeren, „inspiriert von klassischen Pariser Brasserien“. Neu sind die langen Sitzbänke und die kleinen bequemen Sesselchen in dezenten Grün- und Creme- sowie dunklen Holztönen.

Neu ist auch die Raw Bar, die mit Austern (Gillardeau Nr. 2), Sashimi vom Faröer Lachs, Ceviche von der Dorade und Kaviar von Prunier aufwartet – „für den simplen Luxus“, wie es auf der Website heißt. Dass es den dazu passenden Champagner gibt, versteht sich von selbst.

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Bleiben durfte der schöne alte Holzboden samt Patina, bleiben durfte auch der Stil der Küche, den man nun als „Düsseldorfs europäische Brasserie und Bar mit lokaler Verbundenheit“ beschreibt. Fürs Lokale steht unter anderem das vorab mit gesalzener Butter gereichte Himmel-und-Ähd-Brot mit dezentem Blutwurstaroma, welches das Zeug zu einem regionalen Bestseller hat. Nach wie vor darf Küchenchef Philipp Ferber seine verfeinerten und teils sterneküchentauglich angerichteten klassischen Speisen der deutschen und europäischen Küche zubereiten.

Dazu zählen zahlreiche Standards vom Grill wie Steaks vom Aberdeen Black Angus (49-69 Euro), die unter dem Motto „make it royal“ um Gänsestopfleber oder Wildgarnelen ergänzt werden können, und Walliser Lammkarree (36 Euro). Dazu zählen außerdem unter anderem Hauptgerichte wie eine Kombi aus Steinbutt mit Pulpo und Kapern, eine Kaviar-Carbonara mit Champagnerschaum (mit zehn Gramm Prunier, 45 Euro) und das Wiener Schnitzel (36 Euro) mit Kartoffel-Gurkensalat, das uns schon zu Brasserie 1806-Zeiten begeisterte.

Und dazu zählen auch „Appetizer“ wie Sainte-Maure auf Spinatsalat, auf Zedernholz gegrillter Lachs, Rindertatar und Crab Cake (Vorspeisen 14-30 Euro). Hinzu kommen saisonal wechselnde Offerten, die bei unserem Besuch von Pfifferlingen geprägt sind: Da gibt es für vorab zum Beispiel Semmelknödel, Flammkuchen und Gänseleber, als Hauptgang etwa Tagliarini mit dem kleinen feinen Sommerpilz (14-24 Euro), und auch die Breidenbacher Kartoffelsuppe wartet mit ihm auf.

Hier und da ist ein Hauch Exotik zu schmecken, wenn etwa exzellente Burrata mit saftigen aromatischen Tomaten durch die Beigabe von Aprikosenessig und eine herrlich sämige Hummersuppe durch Zitronengras, Papaya und Ingwer ungewöhnliche Fruchtnoten bekommen – spannend und sehr lecker. Delikat ist auch der „königliche Primtjes-Matjes“ (22 Euro): Vier auf der Zunge zergehende Hälften werden in einem tiefen Teller auf Eis, begleitende gebutterte Drillinge, grüne Bohnen, vermischt mit winzigen Stückchen von Birne und Speck sowie würzige „Hausfrauensauce“ jeweils in separaten Minitöpfchen serviert.

Apropos Hausfrau: Das Frikassee vom Marensin-Hähnchen (28 Euro) hat mit der gleichnamigen Hausmannskost- Variante nicht viel gemein. Die aufgeschnittene, butterzarte Hühnerbrust umschmeichelt eine leichte Sauce mit von Pfifferlingen herrührender erdiger Würze, die Haut wurde zu dreieckigen, schmackhaften Chips.

Passend zum zeitgemäßen Brasserie-Konzept gibt es eine vergleichsweise umfangreiche Auswahl offen ausgeschenkter Weine – sogar Große Gewächse sind darunter, etwa der 2018 Riesling Steinberg vom Gut Hermannsberg (0,1l 12 Euro). Mit den in der kleinen Weinkarte gelisteten Bouteillen kann man sich durch ganz Europa trinken und dabei länger im Bordelais verweilen. Dass man sich hier wahrlich königlich und sehr gut aufgehoben fühlt, dafür sorgen bei unserem Besuch auch die zuvorkommenden Jungs vom Service.

www.theduchy-restaurant.com

Königsallee 11, im Breidenbacher Hof, Fon 16 09 00

di-fr 12-15.30 & 17.30-21.30, sa & feiertags 12.30-15.30 & 17.30-21.30 Uhr, so & mo geschlossen

(mv)