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Restaurant in der Düsseldorfer Altstadt: Frank’s - two in one

Restaurant in der Düsseldorfer Altstadt : Frank’s - two in one

Ob Austern und Fish and Chips im kleinen Bistro, das sich auf Leckeres aus dem Meer spezialisiert hat, oder gleich ein großes Menü im äußerst geschmackvoll eingerichteten Fine-Dining-Restaurant: Im Frank’s zeigt sich die Altstadt von einer ihrer besten Seiten.

Weil im Bistro, für das wir eigentlich reserviert hatten, eine geschlossene Gesellschaft feiert, finden wir uns zunächst leicht irritiert, dann recht erfreut im Restaurant wieder. Ganz selbstverständlich dürfen wir neben dem dort gesetzten Menü auch aus der kleinen Bistrokarte wählen.

Und wo wir schon mal so formidabel sitzen, gönnen wir uns vorab ein Glas prickelnden Blanc de Blanc vom Gut Hermannsberg (0,1l 8 Euro) und schauen uns um. Der weite Raum gefällt uns: Als besondere Eyecatcher hängen dicke kugelige Designerlampen in unterschiedlichen Größen und Höhenvon der Decke. Mit schicker Bar und edel ausgeleuchteten Weinschränken, breiten Sitzbänken und nicht minder bequemen Schalenstühlen, mit warmtonigem Parkett und sattem Petrol als dominierender Farbe strahlt das Ambiente lässige Eleganz aus.

Natürlich werfen wir auch einen Blick aufs Menü: das startet mit einer Paprika-Kaltschale, schlägt als Zwischengang einen Risott omit Büsumer Krabben vor, stellt danach Eifler Barbarie-Ente mit Apfel und Kümmeljus, Steinbeißer in Weißweinschaum mit Fenchel sowie gebackenen Sellerie mit Brokkoli und Nüssen zur Wahl und bietet als süßes Finale Himbeeren mit Buttermilcheis, Valrhona-Zartbitterschokolade und Baiser (drei Gänge 55, vier Gänge 65 Euro).

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Klingt nicht schlecht, aber wir haben uns bereits beim Blick auf die Homepage in die Bistro-Gerichte verguckt. Da gibt das Meer den Ton an. Wir könnten Nordsee-Austern schlürfen (6 Stück 12 Euro) oder selbige gebacken mit Bio-Ei, Kräuter-Mayo und Salat auf einem Brioche-Sandwich bekommen (16,50 Euro).

Uns ist heute jedoch nicht nach den Mollusken. Aber Fish and Chips müssen sein, schon weil uns interessiert, wie der britische Klassiker hier zubereitet wird. Den Pulpo möchten wir ebenfalls gern probieren, und das Thunfischtatar bietet sich doch als Starter zum Teilen an. Fehlt nur noch der passende Tropfen.

Die Weinkarte ist umfangreich und listet Namhaftes aus aller Welt. Deutsche Winzer (unter anderem Dreissigacker, Reichsrat von Buhl und van Volxem) sind dabei besonders gut vertreten. Wir wählen aus dem guten Dutzend offen angebotener Tropfen einen Sauvignon blanc vom Pfälzer Gut von Winning und einen Silvaner aus Franken von Max Müller, den uns der uns bestens umsorgende Service empfiehlt (0,15l 8/7 Euro). Kompliment und Dank!

Zunächst bringt er eine appetitliche Brotauswahl. Zu Südtiroler Brot, Früchtebrot mit Aprikosen und Focaccia gibt es noch einen leckeren Paprika- sowie einen Mandel-Ricotta-Dip. Dann wird uns das Thunfischtatar– wie aufmerksam – gleichauf zwei Tellern serviert (15,50 Euro). Wow, es ist mit feinen Chilistreifen und aromatischem Koriander wunderbar angerichtet und mundet auch so – zusammen mit einer fluffigleichten Austern-Mayonnaise.

Und es geht delikat weiter: Der Pulpo, ein stattlicher butterzarter Krakenarm, wird von knackigem Blattgrün und Kichererbsen begleitet (18,50 Euro). Wir rätseln: Woraus ist nur die leckere schwarze Creme, auf der das Ganze ruht? Was stand noch in der Annonce: Sepia und Fourme d’Ambert? Ist da die entsprechende Tinte mit dem Edelschimmelkäse verrührt? Schmeckt gar nicht käsig, aber lecker.

Mit Fish and Chips kommt eine großzügige Portion von saftigem Seelachs in locker leichter Panade samt handgeschnitzter Pommes, appetitlicher Sauce Tatar und – very british – einem Schälchen Essig auf den Tisch (13,50 Euro). Allein dafür kommen wir liebend gerne wieder her. D

as Bistro mit dem klassischen Bugholzmobiliar und der offen einsehbaren Küche gefiel uns schließlich schon, bevor es sich auf Fisch und Co. spezialisierte. Anfang 2020 aßen wir dort einen großen knackigen Endiviensalat mit famosem Kartoffeldressing und zwei kleinen feinen Blutwürstchen sowie ein wunderbares, rein vegetarisches Tellergericht mit perfekt al dente gegarten Möhren auf raffiniert gewürztem Linsengemüse mit erfrischend zitronigem Joghurt on top. Derlei dürfte gerne wieder auf die Karte.

Mit Fine-Dining-Restaurant und unkompliziertem Bistro unter einem Dach ist das Frank’s ein wirklich attraktiver Neuzugang im Andreas Quartier.

www.franks-duesseldorf.de

Altstadt, Ratinger Str. 9, Fon 15 85 87 94

Frank's Bistro: di - do von 18 bis 23 Uhr (Küche bis 22:30 Uhr)

Frank's Restaurant: fr - sa von 18 bis 23 Uhr (Küche bis 22:30 Uhr)

Dieser Inhalt stammt aus dem Magazin “Düsseldorf geht aus 2021”, das bereits 2020 erschienen ist. Das ganze Magazin können Sie im RP Shop bestellen.

(kr)