Düsseldorf - Asiatisches Restaurant "Chi Yummy" neu im Japan-Viertel

Gastronomie in Düsseldorf: Neuer Asiate im Japan-Viertel

Das Chi Yummy kombiniert japanische und vietnamesische Speisen. Es gibt Exotisches wie Lachshaut und köstliche Reisbandnudelsuppen.

Düsseldorfer Liebhaber von asiatischem Essen haben es wirklich gut. Das Angebot mit Köstlichkeiten aus Japan, China und Vietnam ist riesig. Manchmal, so zeigte sich kurz nach der Eröffnung des Restaurants Chi Yummy, übersteigt die Nachfrage das Angebot doch noch. Weil nämlich die Gäste so zahlreich kamen und alle Plätze besetzten, schlossen die Mitarbeiter im Chi Yummy kurzerhand die Tür ab. An dem Glas klebte da ein Zettel mit den etwas krakelig geschriebenen Zeilen: „Bitte kommen Sie in einer Stunde wieder. Wir nehmen Kunden jetzt nicht“. Da war manch Hungriger erst einmal perplex, dann amüsiert – um später wie gebeten erneut zu erscheinen. Es lohnt sich. Tatsächlich ist das Essen im Chi Yummy besonders gelungen.

Da wären zum Beispiel die japanischen Sushi Don. Für diese Mahlzeit wird Reis in eine Schüssel gefüllt und mit weiteren Zutaten bedeckt – mit Lachs, Thunfisch oder Aal (ab 12,90 Euro). Schmackhaft bei unserem Testbesuch war die Variante mit Yakitori, das sind japanische gegrillte Fisch-, Fleisch- und Gemüse-Spießchen – traditionell aber mit Hühnchenteilen und Gemüse (13,90 Euro). Sushi-Liebhaber können sich einen Maki schmecken lassen. Diese dicken, aus einem ganzen Nori-Blatt hergestellten Reisrollen sind gefüllt mit verschiedenen Zutaten wie Fisch, Gemüse und Pilzen (7,80 Euro). Tipp: Maki gibt es im Chi Yummy auch in sehr kleinen Portionen (ab 3,50 Euro), so dass die Besucher sich ihre Vorspeisen selbst kombinieren können. Mit Gurke, Avocado, Fisch, Garnelen oder (ja, echt) mit Lachshaut unter dem Namen „Salmonskin Maki“: Die Liste dieser Vorspeisen ist lang.

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Als Hauptgerichte eignen sich die Genüsse vom vietnamesischen Teil der Speisekarte. Die „Pho Viet Nam“ ist eine landestypische Reisbandnudelsuppe mit klarer, sehr würziger Rinderbrühe, stets serviert mit Sojasprossen, Limetten und Koriander. Wahlweise gibt es die Suppe mit Rind, Huhn oder (was uns sehr gut gefallen hat) mit in winzige Würfel geschnittenem Tofu (ab 9,90 Euro). Richtig was für Hungrige aber ist das Viet Nam Street Food. Da gibt es das Bun Cha Ha Noi (gegrilltes Schweinefleisch mit Reisnudeln, 12,90 Euro), das Bun Ca (Reisnudeln mit Lachs oder Thunfisch, ab 14,90 Euro) und das Red Curry in fünf Varianten (Huhn, Rind, Garnelen, Ente oder Tofu, ab 10,90 Euro). Und Vorsicht: Es kann durch seine Schärfe die Augen tränen lassen. Anders beim Spicy Mango. Die schon bekannten fünf Tops sind angereichert mit Kokos, Pilzen, Sojasprossen und eben feinen Mangostücken, was insgesamt eine angenehm fruchtig-scharfe Mischung ergibt (ab 10,90 Euro).

Zu beanstanden finden wir bei unserem Testessen im Chi Yummy nichts. Trotz der umfangreichen Karte ist der Service flink, die Speisen auf den Tellern und Platten optisch eine Wucht. Da scheint jemand die Arbeitsabläufe optimiert zu haben. Der gute Eindruck wiederholt sich bei der Einrichtung, die hochwertig und stilvoll ist. Elegante Großformatfotos zeigen schwimmende Koikarpfen, die Polster der Sitzmöbel sind mit schwarzem Leder überzogen, die runden Säulen gelb gestrichen und mit grünen Ranken verziert. Ein Hingucker ist die große Theke, auf deren gelbhinterlegter Front schwarze Platten befestigt sind, auf denen wiederrum mit feinen weißen Linien asiatische Szenen angedeutet sind. Europäischer Schick also, dezent kombiniert mit japanisch-vietnamesischer Kultur, ganz ohne Kitsch. Kein Wunder also, dass die Düsseldorfer das Chi Yummy gern besuchen und es sich gut gehen lassen.

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