Benn's Kitchen in Düsseldorf: Dieser Mann möchte Kumru bekannt machen

Benn’s Kitchen : Dieser Mann will Düsseldorf mit dem Kumru bekannt machen

Kumru - klingt wie eine afrikanische Antilopenart. Ist aber ein türkisches Sandwich mit verschiedenen Wurst-Sorten. In seinem Imbiss „Benn’s Kitchen“ will Benjamin Jonuzi die Düsseldorfer zu Kumru-Fans machen.

Benjamin Jonuzi sieht müde aus – und das ist auch kein Wunder. Seit August betreibt der 42-Jährige, der in Langenfeld aufwuchs und inzwischen in Düsseldorf lebt, seinen eigenen Schnellimbiss namens „Benn’s Kitchen“. „Das ist mein Traum, seit ich 16 bin.“

Gleichzeitig arbeitet er aber immer noch halbtags beim Sicherheitsunternehmen Klüh, ist von dort als Kontrolleur bei der Rheinbahn beschäftigt. Seine Tage sind entsprechend lang. Aber er hofft, dass sich das auszahlt – und will mit einem Gericht Düsseldorf erobern, das es bisher in der Landeshauptstadt wahrscheinlich nur bei ihm gibt.

Kumru heißt die Speise, die schon seit etwa zwei Jahren durchs Netz geistert und immer wieder als Alternative zum Döner gefeiert wird. „Dabei schmeckt Kumru eigentlich ganz anders.“ Weil alles auf Jonuzis Karte kreative Namen hat, heißt Kumru bei ihm Kumbro. Aufgebaut ist es aber, wie er es in der Türkei und später in Städten wie Frankfurt oder Köln kennengelernt hat:

Da ist zunächst ein weiches, leicht süßlich schmeckendes Sesambrötchen. Das wird aufgeschnitten und mit einer fruchtigen Spezialsauce bestrichen. Dann brät Jonuzi in Streifen geschnittenes Fleisch auf dem Grill: Sucuk (Knoblauchwurst), eine Art Mortadella und die türkische Variante des Wiener Würstchens.

Dazu kommt Käse, der alles zu einer Masse zusammenschmilzt. Mit Tomate, Ketchup und Mayo kommt das Ganze ins Brötchen. Nicht fehlen darf saure Gurke als Gegengewicht zu all dem Fleisch.

Bis zum Ende des Jahres kostet ein Kumru in „Benn’s Kitchen“ 3,30 Euro – ein Sonderangebot. „Ziemlich deftig“ sei Kumru, warnt Jonuzi, und das stimmt auch: Für ein leichtes Mittagessen eignet sich das Gericht eher nicht. Eher als Grundlage vor dem Kneipenabend – oder als Elektrolyt-Bombe danach.

Jonuzi hofft, dass sein Restaurant schräg gegenüber der Bilker Arcaden eine Institution wird – wegen Kumru und seiner anderen Gerichte. Auf der Karte stehen Wraps, Döner, Pizza, Falafeln und Nudelgerichte. Alles bereitet Jonuzi selbst zu, teilweise helfen ihm seine Schwester und sein Schwager.

Den Laden hat die Familie, die aus Mazedonien stammt, selbst renoviert. „Vorher war das hier eine Katastrophe.“ Der Gastraum ist jetzt mit hellem Holz und schwarzen Details eingerichtet. Das Feedback auf seinen Laden sei gut, sagt der Inhaber. Aber ganz konstant ist das Geschäft mit den Kumrus nicht: „Manchmal gehen 30 an einem Tag weg, manchmal drei.“ Mit dem Laden hat er alles auf eine Karte gesetzt, sagt er. „Aber wenn es nicht klappt, kann ich immer zurück zu meinem Arbeitgeber in Vollzeit.“

Harte Konkurrenz muss Jonuzi nicht lange suchen. Schräg gegenüber ist das sehr beliebte „MyGemüseDöner“, man kann es von „Benn’s Kitchen“ aus sehen. Jonuzi macht sich keine Sorgen. „Ich war da“, sagt er locker. „War okay.“

Benn’s Kitchen Bachstraße 144, geöffnet täglich von 11.30 bis 22 Uhr. Tel. 59806795