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Restaurant Staudi's in Düsseldorf-Derendorf neu eröffnet

Kommen und Gehen : Das Staudi’s in alter Metzgerei ist eröffnet

Sebastian Staudinger hat das Kochen in Australien gelernt und bietet moderne deutsche Küche mit polnischen Einflüssen an. Das Restaurant erinnert mit seinem nostalgischen Charme bewusst noch immer an eine Metzgerei.

Es ist eines der schönsten kleinen Restaurants in Düsseldorf: die ehemalige Metzgerei an der Münsterstraße 115. Jetzt hat die Lokalität mit dem nostalgischen Charme Sebastian Staudinger übernommen, und im Prinzip hat er fast alles gelassen, wie es ist: die Fußbodenkacheln aus der Jahrhundertwende, wie man sie nur noch selten so gut erhalten in Restaurants sieht. Und erst recht die Decke mit ihren Glasmalereien: Kühe und Schweine als Motive rund um den opulenten Kronleuchter. Sie erinnern an das, was dort ursprünglich einmal war: eine Metzgerei.

Blickfang ist die verspiegelte Bar. Sie wurde komplett renoviert und modernisiert, hat aber ihren ursprünglichen Charme behalten. Ein bisschen Deko, kleine Bistrotische, fertig ist das Restaurant. Fast. Denn es gibt noch einen gemütlichen Nebenraum und einen kleinen Biergarten im Innenhof sowie die „Gute Stube“. „Hier können sich kleine Gruppen treffen“, sagt Staudinger, den schon seit seiner Kindheit alle „Staudi“ nennen. Und dies ist auch der Name des Restaurants: „Staudi’s“ – mit Apostroph.

Der 28 Jahre alte Gastronom, der das Lokal Anfang Juni eröffnete, hat Internationales Business studiert. Den gebürtigen Düsseldorfer zog es danach nach Australien. „Und dort hatte ich das Aha-Erlebnis.“ Er war in Melbourne in einem Restaurant vom Essen so begeistert, dass er fragte, ob er mal hinter die Kulissen schauen dürfte. Er durfte, blieb fünf Monate und lernte dort kochen.

Zurück in Düsseldorf wusste er, dass er etwas mit Essen und Trinken machen wollte. In einer Anzeige entdeckte er, dass die ehemalige Metzgerei, die auch als „Le Local“ und dann „La Manufacture“ bekannt war, zu haben war. Mit Freundin Magda und Koch Gianlucca Vilari zaubert er nun im Staudi´s typisch Deutsches – modern interpretiert. Mit einer Ausnahme: Lebensgefährtin Magda hat polnische Wurzeln. Deshalb stehen auch Piroggen auf der Karte, ebenso gebratener Tafelspitz, pochierter Rotbarsch oder Vegetarisches wie Fingermöhrchen mit Ziegenkäse.

Staudinger liegt es am Herzen, soweit wie möglich regionale Zutaten von nachhaltigen Erzeugern zu verwenden. Deshalb bestellt er sein Fleisch direkt beim Metzger um die Ecke und kauft auf dem Markt ein.

Staudi’s, Münsterstraße 115, Telefon 0211 15875065, Öffnungszeiten dienstags bis samstags von 12 bis 15 und 18 bis 23 Uhr