Düsseldorf: Rennbahn-Biergarten unter neuer Leitung

Düsseldorf : Rennbahn-Biergarten unter neuer Leitung

Betreiber Klaus Jansen garantiert seit diesem Sommer wieder an sechs Tagen verlässliche Öffnungszeiten - egal bei welchem Wetter.

Der ausgedehnte Spaziergang durch den Grafenberger Wald zur Rennbahn hoch hat sich im Sommer viele Jahre allein schon deswegen gelohnt, weil, oben angekommen, die verdiente Belohnung in dem gemütlichen Biergarten innerhalb des Rennbahn-Geländes wartete. Doch zuletzt standen die Gäste immer häufiger vor verschlossenen Türen, kehrten unverrichteter Dinge wieder um - und kamen nicht mehr zurück. "Das ging so natürlich nicht weiter", sagt Günther Gudert, Geschäftsführer des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins. "Der alte Pächter hatte offensichtlich das Interesse verloren, machte an etwas schlechteren Tagen gar nicht erst auf und hat so die Gäste vergrätzt", so Gudert.

Seit Mai leitet nun Klaus Jansen den Biergarten, nur an Renntagen ist immer noch das Team vom Party-Service Fröhlich vor Ort. Jansen hat zuvor im Rennbahn-Bistro gearbeitet und zusätzlich Verlässlichkeit als Betreiber des kleinen Kaffeebüdchens an der Straßenbahnhaltestelle am Rather Kreuzweg bewiesen. "Das mache ich auch immer noch", erzählt Jansen.

Eine guten Start hatte der 53-Jährige nicht. "Bei der Eröffnung im Mai hatte es geschüttet wie aus Kübeln, da standen wir hier natürlich ziemlich alleine. Dann kam der Orkan, die Straße hoch zur Rennbahn war zeitweise wie der gesamte Wald komplett gesperrt. Über die Kapriolen des Wetters will ich gar nicht erst anfangen zu lamentieren."

Dennoch bereut es Jansen nicht, den Biergarten übernommen zu haben. "Wir konzentrieren alles auf eine Bude. Ich habe dafür einen Tischgrill angeschafft, da kann man wunderbar Würstchen oder leckere Metzgersteaks grillen. In der Regel ist außer mir nur eine weitere Mitarbeiterin vor Ort, bei Bedarf stocke ich auf."

Günther Gudert ist jedenfalls hochzufrieden mit seiner Entscheidung: "Klaus macht das gut. Hauptsache, wir haben hier wieder verlässliche Öffnungszeiten täglich ab 15 Uhr, am Wochenende ab 12 Uhr, nur der Montag bleibt dicht. Wir haben auch komplett neue Biertisch-Garnituren angeschafft und sogar eine kleine VIP-Sitzecke mit gemütlichen Polster-Möbeln eingerichtet. Es klappt nicht von heute auf morgen, ehemalige Stammkunden wiederzugewinnen. Das braucht Zeit und - notfalls einen richtig langen Atem."

Die WM habe bereits gezeigt, was möglich sei, erzählt Jansen. "Bei mehreren Spielen war es hier richtig voll." Auf einige Stammgäste kann er nach den ersten drei Monaten inzwischen auch fest zählen. "Die treuesten Gäste sind die Reiter. Erst kam nur einer, inzwischen manchmal täglich bis zu 30. Auch Hundehalter schauen gerne bei mir vorbei."

Und dann sind da noch die Trainer der Reitställe, die sich bei Klaus Jansen häufig noch einen Absacker gönnen. "Die geben auch gerne mal einen guten Renntipp ab", verrät der Gastronom. Dass der Sommer bisher so verregnet war, habe seine Laune zwar nicht unbedingt gesteigert, "ans Aufgeben denke ich deswegen aber noch lange nicht".

(RP)
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