Remondis Düsseldorf: Entstand das Feuer in städtischem Papierkorb?

Recycling-Unternehmen in Düsseldorf : Entstand das Feuer in einem städtischen Papierkorb?

In der Reisholzer Halle, die am Sonntag bei einem Brand beschädigt wurde, hatte kurz zuvor die Düsseldorfer Straßenreinigung Abfall angeliefert.

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen untersuchen Brandexperten der Düsseldorfer Polizei ein Feuer beim Recycling-Unternehmen Remondis. Am 9. August  war dort Altpapier in Brand geraten, am Sonntag brach in einer Lagerhalle für Gewerbemüll ein Feuer aus.

„In dem betroffenen Bereich wird Straßenkehricht  abgeladen“, sagt Remondissprecher Michael Schneider. Kurz bevor gegen elf Uhr das Feuer ausbrach, habe die Stadtreinigung den Inhalt der Düsseldorfer Papierkörbe dort angeliefert. Möglich, dass darin bereits unbemerkt ein Brandherd entstanden war.

Die Ursache des ersten Feuers vermutet Remondis in einer Fehlbefüllung der Altpapiertonnen mit entzündlichem Material. Spraydosen, Batterien und Lithium-Ionen-Akkus könnten sich leicht selbst entzünden. „Das ist branchenweit ein immer drängenders Problem“, sagt Schneider. Die Recycler drängten deshalb auf ein Pfandsystem für Batterien und Akkus, um eine möglichst sortenreine Entsorgung zu ermöglichen. „Korrekte Mülltrennung ist nicht nur für Umwelt- und Klimaschutz wichtig, sondern auch zur Verhütung solcher Brände,“ so Schneider. Würden Recycling-Anlagen durch Feuer zerstört, könnte das gesamte Entsorgungs- und Verwertungssystem aus den Fugen geraten.

In der Reisholzer Halle war dem Unternehmenssprecher zufolge keine Technik vom Feuer betroffen, das erst am frühen Montagmorgen endgültig gelöscht war. Die Müllentsorgung in der Stadt sei demnach nicht beeinträchtigt. Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest. Der Feuerwehrmann, der bei dem insgesamt 17-stündigen Großeinsatz verletzt worden war,  hat das Krankenhaus bereits wieder verlassen können.

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