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Düsseldorf: Rekord: 25 000 wollen Alu-Messe sehen

Düsseldorf : Rekord: 25 000 wollen Alu-Messe sehen

Vor zwei Jahren ist die Messe Aluminium von Essen nach Düsseldorf gezogen. Aktuell werden mehr Fachbesucher erwartet als je zuvor. Die Aluminium-Hersteller leiden in Deutschland unter den hohen Energiekosten.

Düsseldorf wird diese Woche die Hauptstadt der Aluminium-Industrie. Bis einschließlich heute findet auf dem Messegelände die Fachmesse Aluminium statt. "Wir erwarten an allen drei Messetagen insgesamt 25 000 Besucher", sagt Hans-Joachim Erbel, Vorstandschef des Messeveranstalters Reed Exhibitions. Das wäre ein neuer Rekord. Bei den Ausstellerzahlen wurde ein Rekord bereits eingestellt. 934 Firmen präsentieren sich auf der Aluminium 2014.

Die Messe orientiert sich an der Prozesskette. In Halle 9 präsentieren sich Unternehmen der Primärproduktion, also Firmen, die Aluminium aus dem Rohstoff Bauxit herstellen, sowie Unternehmen der Gussbranche. Die Recyclingbranche ist in Halle 10 zu sehen. So genannte Halbzeuge (also Profile, Gussstücke, Bleche, Rohre, Bänder, Schmiedeteile) und Technologien sind in den Hallen 11 und 12. Oberflächenbehandlung und Schweißen findet sich in Halle 13.

2012 wanderte die Aluminium von Essen nach Düsseldorf. Grund dafür sei Platzmangel auf dem Messegelände der Ruhrgebietsstadt gewesen. "Damals standen uns dort maximal 76 000 Quadratmeter an Ausstellungsfläche zur Verfügung, heute belegen wir in Düsseldorf bereits 90 000", sagt Christian Wellner, Geschäftsführer des Gesamtverbands der Aluminium-Industrie (GDA). Die Entscheidung für den Umzug sei damals mit einer großen Ausstellerbefragung einhergegangen. Die Mehrheit der Firmen habe sich für einen Umzug nach Düsseldorf ausgesprochen. "Das war ein eindeutiges Votum, auch weil Düsseldorf bei den Materialmessen weit vorn liegt", sagte Erbel. Als Beispiel nannte der Funktionär etwa die Kunststoffmesse K.

"Die Aluminium ist die Leitmesse der Branche und hat sich seit ihrer ersten Auflage vor 17 Jahren zur größten Plattform für unsere Branche weltweit entwickelt", sagt Wellner. "Darüber hinaus bietet sie der deutschen Aluminiumindustrie vor allem die Möglichkeit, ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit den Kunden zu präsentieren." Der Gesamtverband der Aluminiumindustrie ist Mitinitiator und Partner der Messe Aluminium. Parallel zur Aluminium organisiert der GDA gemeinsam mit Messeveranstalter Reed Exhibitions die begleitende Fachkonferenz.

Die deutschen Aluminiumproduzenten und -verarbeiter haben im ersten Halbjahr 2014 eine konjunkturelle Belebung verspürt. Von Januar bis Juli 2014 stieg die Produktion auf fast allen Produktionsstufen an. "Die Gründe für den Anstieg liegen in den allgemein günstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der guten Nachfrage aus Schlüsselbranchen", sagt Christian Wellner.

Trotz dieses zuletzt stabilen Aufwärtstrends sei die weitere Entwicklung der Aluminiumindustrie angesichts hoher Kostenbelastungen und eines starken Wettbewerbsdrucks offen. Die Ergebnissituation der Unternehmen ist uneinheitlich.

Leiden müssen seit einigen Jahren vor allem die Hersteller von Primäraluminium, wie Trimet im Ruhrgebiet oder Hydro/Alu-Norf in Neuss. Viele Firmen in Europa mussten in den vergangenen Jahren die Produktion von Aluminium einstellen, was vor allem mit den hohen Energiekosten im Vergleich zu anderen Kontinenten begründet wird. Die Aluminium-Gewinnung gilt als besonders energieintensiv.

Die Messe ist heute noch von 8 bis 19 Uhr (für Aussteller) beziehungsweise bis 18 Uhr (für Besucher) geöffnet. Eintrittskarten kosten 25 Euro im Internet und 50 Euro bei einem Kauf vor Ort.

(RP)