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Rund Ums Rathaus: Regio-Gipfel – Rheinland ist stark als Einheit

Rund Ums Rathaus : Regio-Gipfel – Rheinland ist stark als Einheit

Am Freitag treffen sich die führenden rheinischen Entscheider zum zweiten Mal, um die Kooperation zu festigen. Gastgeber sind wieder die Rathaus-Chefs von Düsseldorf und Köln, der eine CDU, der andere SPD. Allein das zeigt, dass die Rivalität allenfalls für den Karneval taugt.

Es ist ein wenig in Vergessenheit geraten, aber vor nicht allzu vielen Jahren herrschte eine Art Eiszeit zwischen der Landeshauptstadt und den meisten anderen Kommunen, ob im Rheinland oder im Rest des Landes. Die forsche, sehr selbstbewusste Art des damaligen Chefs im Düsseldorfer Rathaus, Joachim Erwin, kam bei vielen seiner Amtskollegen gar nicht gut an. Unter seinem Nachfolger Dirk Elbers (CDU) gelang – wenn auch langsam – die interkommunale Annäherung. Hauptakteur ist dabei neben Elbers ausgerechnet der OB von KölnJürgen Roters, ein Ex-Düsseldorfer mit SPD-Parteibuch.

Düsseldorf und Köln, CDU und SPD ziehen an einem Strang. Allein das zeigt schon, dass die viel zitierte Rivalität der beiden Großstädte am Rhein allenfalls noch für karnevalistische Kalauer taugt. Natürlich gibt es Wettbewerb, zwischen den Messen und Flughäfen zum Beispiel. Wenn es aber darum geht, als Region möglichst viel zu erreichen, ist man sich einig. Und mit diesen beiden Vorbildern zieht inzwischen das gesamte Rheinland mit.

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Nach der Premiere im September 2011 treffen sich am Freitag im Kölner Rathaus rheinische Bürgermeister, Landräte, Vertreter von Verbänden und Kammern zum zweiten Regio-Gipfel. Es ist eine langsame Annäherung, sie trägt aber bereits Früchte: Dazu zählt die Museumskarte, die für städtische Museen in Köln, Düsseldorf und Bonn gilt. Im Bereich Verkehr einigt man sich auf gemeinsame Forderungen an den Bund, um Zuschüsse für den dringend nötigen Ausbau der Infrastruktur zu bekommen. Energie und Umwelt sind weitere Bereiche, die sich für Kooperationen anbieten.

Seit langem fordern die Industrie- und Handelskammern, formal eine Metropolregion Rheinland zu bilden. Das Konstrukt Rhein-Ruhr wurde nie mit Leben gefüllt. Mit dem zweiten Gipfel rückt das Ziel näher. Denn der Austausch festigt das Vertrauen und macht es leichter, für den regionalen Team-Gedanken eigene Macht abzugeben. Als Einheit ist das Rheinland stärker.

Ihre Meinung? Schreiben Sie der Autorin: kolumne@rheinische-post.de

(RP)