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Düsseldorf: Regenüberlaufbecken schützt das Klärwerk Süd

Düsseldorf : Regenüberlaufbecken schützt das Klärwerk Süd

Das Regenüberlaufbecken an der Kläranlage Süd hat seine Bewährungsproben bestanden. Bei sehr starken Regenfällen hat die Wassermassen zurückgehalten, so dass die Säuberung des Schmutzwassers in der Kläranlage nicht gestört wurde und ungeklärtes Abwasser nicht in den Rhein gelangte.

Diese Bilanz zog der technische Leiter des Stadtentwässerungsbetriebs, Claus Henning Rolfs, nach der Inbetriebnahme des Beckens Anfang des Jahres.

Neben dem Umweltschutz profitieren auch die Bürger von dieser Erweiterung der Kläranlage: Die Gebühren bleiben stabil, weil die Stadt keine zusätzlichen Abgaben für unerlaubte Einleitung von Schmutzwasser in den Rhein zahlen muss. Die würden fällig, wenn nach starken Regenfällen die Kapazität der Kläranlage nicht ausreicht, erläutert Rolfs. Deshalb sei es sinnvoll gewesen, für das zusätzliche Regenüberlaufbecken etwa 13 Millionen Euro zu investieren. Das würde sich auf Dauer auszahlen.

Durch das Überlaufbecken kann der Zufluss zu den Klärbecken reguliert werden, erläutert Rolfs das Prinzip. Bis zu 20 000 Kubikmeter wasser fasst das Becken. Es wird automatisch geflutet, wenn mehr als vier Kubikmeter Abwasser pro Sekunde in das Klärbecken fließen würden. Denn nur diese Wassermengen können von den Mikroorganismen gereinigt werden. Kommt mehr Abwasser, kann es nicht gesäubert werden und fließt mit Schadstoffen in den Rhein.

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Das aufgestaute Wasser wird dann allmählich in die Kläranlage eingeleitet, wenn der Zufluss wieder normal ist. Knapp zehn Mal ist seit Inbetriebnahme das Überlaufbecken vollgelaufen, so Rolfs. Es ist nicht das einzige im Kanalsystem der Stadt, sondern an etwa 80 Stellen sind Speicheranlagen zur Regulierung eingebaut worden.

(RP)