Realistische Lösungen

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sonja.schmitz@ rheinische-post.de

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Wohl dem, der herausfindet, wie Müll sich einfach in saubere Luft auflöst. Bis es soweit ist, müssen wir brav den Abfall selbst wegbringen. Und leider auch den unserer nachlässigen Mitmenschen. Umso lobenswerter ist die Initiative von Pro Düsseldorf zum Dreck-weg-Tag, der sich im vorigen Jahr mehr als 10.000 Helfer angeschlossen haben. Dass die Stadt nun in weitere unterirdische Container investiert, ist ein teurer, aber in puncto Sauberkeit ein wirksamer Schritt. Kaum genützt hat hingegen die Aktion der Stadt, mit bunten Plakaten für saubere Containerstandorte zu werben. So bleibt jedem, der sich über vermüllte Plätze ärgert, diese dem Umweltamt zu melden (telefonisch unter 0211 8925050, per Mail an stadtsauberkeit@duesseldorf.de). Das Amt erteilt der Awista dann den Auftrag zur Beseitigung. Das ist vielleicht lästig, aber realistischer als von einem unwiderstehlichen Werbespot zu träumen, der Müllsünder für immer bekehrt. Das Problem lässt sich eben nicht im Handstreich lösen. Alle müssen einen Beitrag leisten, damit die Stadt sauberer wird. Jeden Tag.

(RP)