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Raubkunst-Streit Düsseldorf: Jüdischer Weltkongress droht mit juristischen Schritten

Raubkunst-Streit in Düsseldorf : Jüdischer Weltkongress droht Stadt Düsseldorf

Weltkongress-Präsident Ronald S. Lauder hat sich laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ in einem Brief an Oberbürgermeister Stephan Keller gewandt. Der Rat hatte schon im April beschlossen, dass das Bild zurückgegeben wird.

Der Streit um das Gemälde „Die Füchse“ von Franz Marc ist auch fast fünf Monate nach einem Ratsbeschluss in der Sache nicht beendet. Damals hatten die Düsseldorfer Politiker mehrheitlich dafür gestimmt, das Bild an die Erben des früheren jüdischen Besitzers zurückzugegeben. Weil das noch nicht passiert ist, droht nun der Jüdische Weltkongress der Stadt mit juristischen Schritten, wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagausgabe) berichtet.

Demnach kritisiert Weltkongress-Präsident Ronald S. Lauder in einem Brief an Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) die „mangelnden Fortschritte“ bei der Rückgabe. Die „eklatante Untätigkeit seitens der Stadt ist einfach nicht akzeptabel“, heißt es der Zeitung zufolge in dem Brief. Die Stadt war am Freitagabend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Zuvor hatte es geheißen, man wolle die Rückgabe zeitnah abschließen, es müssten aber noch steuerrechtliche Fragen geprüft werden.

Dem Ratsbeschluss war ein langer Streit vorausgegangen. Die Erben hatten beklagt, dass der Bankier Kurt Grawi das Gemälde im Zuge seiner Flucht aus Nazi-Deutschland unter Wert verkaufen musste. Da man sich nicht einigen konnte, war der Fall vor die Beratende Kommission gegangen, die im März die Rückgabe des Gemäldes empfohlen hatte.

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Allerdings galt der Fall als umstritten – unter anderem, weil als gesichert gilt, dass der Verkauf 1940 in New York und damit außerhalb des NS-Herrschaftsbereichs erfolgte. Kritiker monieren, dass damit die Kriterien der Washingtoner Erklärung nicht greifen.