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Streit mit Versicherung: Rather Schützen zahlen teilweise für kaputten Autoscooter

Streit mit Versicherung : Rather Schützen zahlen teilweise für kaputten Autoscooter

90.000 Euro soll der Schaden an einem Fahrgeschäft betragen, das beim Rather Schützenfest aufgestellt wurde und auf der Wiese einbrach. Die Versicherung des Schaustellers wollte das Geld vom Schützenverein einklagen. Jetzt einigten sich beide Parteien auf einen Vergleich.

Die Vereinskasse der Schützen war trotz der horrend klingenden Klagesumme nie in Gefahr. Weil der Bürgerschützenverein nämlich eine Haftpflichtversicherung besitzt, ging es von Anfang an nur darum, ob der Verein eine solche Havarie des Lkw hätte verhindern können oder müssen. Versicherungs-Anwälte wollten das nicht ausschließen: Vereinsmitglieder hätten vor dem damaligen Aufbau zum Rather Schützenfest in der Wiese notfalls mit einem Stock herumstochern müssen, um tückische Löcher im Untergrund aufzuspüren. Denn jenes Loch, in das der Lkw abglitt, war damals unter einer Humusschicht verborgen, mit bloßem Auge also nicht zu entdecken.

Der Schützen-Anwalt betonte: "Seit 40 Jahren finden dort solche Veranstaltungen statt - und noch nie ist etwas gewesen." Ob das als "Trümmergrundstück" geltende Areal ohnehin von solchen Löchern gespickt ist (wie die Ergo-Anwälte behaupteten), muss nun aber nicht mehr von einem Experten untersucht werden. Das Gericht hatte angesichts der Klagesumme von 91.893,23 Euro zunächst angeregt, man möge sich etwa auf der Hälfte treffen - also bei 45.000 Euro. Bevor die Richterin aber zum Spruch kommen musste, einigten sich beide Seiten auf 37.500 Euro.

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Der Bürgerschützenverein hatte nicht nur die Verantwortung für das Erdloch zurückgewiesen, sondern auch die Kosten der Reparatur angezweifelt. Dafür sollen rund 1200 Arbeitsstunden im Wert von 84.000 Euro entstanden sein.

(wuk)