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Rassistische Vorwürfe vermeiden: Rheinbahn streicht den Begriff "Schwarzfahrer"

Nahverkehr in Düsseldorf : Rheinbahn kennt keine „Schwarzfahrer“ mehr

Mehrere andere Verkehrsbetriebe haben den Begriff jüngst gestrichen, um Rassismus-Vorwürfe von vorne herein zu vermeiden. In Düsseldorf verschwand die Formulierung aber schon früher.

Die Rheinbahn hat den Begriff des „Schwarzfahrers“ aus ihrer Kommunikation gestrichen – sowohl intern als auch extern. „Auch wenn die Herkunft des Wortes ,Schwarzfahrer’ nichts mit der Diskriminierung einer Hautfarbe zu tun hat, haben wir uns zur Vermeidung von Irritationen dazu entschieden, diesen Begriff nicht mehr zu verwenden“, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage. Die Entscheidung wurde aber nicht erst in der aktuellen Debatte gefällt.

Andere Verkehrsbetriebe hatten in den vergangenen Wochen mit ähnlichen Entscheidungen Schlagzeilen gemacht, beispielsweise die öffentlichen Nahverkehrsbetriebe in München. In Düsseldorf ist das Prinzip aber bereits seit längerem eingeführt: Die Rheinbahn hatte sich zu diesem Schritt bereits im Frühjahr 2020 entschieden und setzt ihn seitdem um, wie die Sprecherin erklärte.

Seitdem wird lediglich noch von „Fahrgästen ohne gültigen Fahrschein“ gesprochen. Nur in einigen Bussen und Bahnen der Rheinbahn fänden sich noch alte Aufkleber mit dem gestrichenen Begriff, die auf das „erhöhte Beförderungsentgeld“ hinweisen, hieß es. „Diese Hinweise werden – durch Corona bedingt verzögert – nach und nach erneuert.“

(nic)