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Düsseldorf: Radler erobern die Kö, Autos haben Fahrverbot

Düsseldorf : Radler erobern die Kö, Autos haben Fahrverbot

Zugegeben: An einem ganz normalen Sonntag kann es auf der Kö auch schon mal ruhig zugehen. Frei von Autos ist die zweispurige Straße rund um die Düssel aber eigentlich nie. Und an Wochentagen wagen sich nur mutige und vor allem großstadterprobte Radfahrer in den motorisierten Verkehr. Jetzt forderte der ADFC alle Radfahrer auf, die Straßen in Düsseldorf und auch in vielen anderen NRW-Städten zu erobern.

Das Motto: "Rauf aufs Rad und breit gemacht". "Wir wollen eine faire Aufteilung auf den Straßen zwischen Autos, Radfahrern und Fußgängern", sagt Lerke Tyra vom ADFC. Seit sieben Jahren findet die Sternfahrt bereits statt, bei der die Teilnehmer mal so richtig entspannt durch die Stadt radeln können.

Eine Premiere gab es in diesem Jahr für die ganz Kleinen: Weil die 23-Kilometer-Tour durch Düsseldorf für die Kinder einfach zu lang ist, organisierte der ADFC auf der Kö die Sternchenfahrt. Begleitet von Eltern, Polizei und ADFC-Mitgliedern umrundeten die Kindergarten- und Grundschulkinder die Strecke. "Wir wollen schon bei den ganz Kleinen anfangen und sie fürs Rad begeistern", sagt Tyra. Für Valerie (5) und Freddy (3) war es etwas ganz besonderes, mal mit dem Rad auf der Straße zu fahren, dort, wo sonst nur die großen Autos Gas geben.

Weil die aber Fahrverbot hatten, "hatte ich überhaupt keine Angst", sagt Valerie. Ihre Mutter findet die Aktion gut, "mal entspannt mit den Kindern durch die Stadt zu fahren", sagt Kristin Ostkop. Viel zu selten steige sie aufs Rad, weil es mit zwei Kindern einfach zu stressig sei. "Wir wohnen an einer vielbefahrenen Straße. Dort ist es zu unsicher", sagt Ostkop.

Am späten Nachmittag kamen dann auch die Sternfahrt-Radler an der Kö an, wo sie mit Klappstühlen und Tischen Parkplätze und Straße besetzten und gemeinsam das Abschlussfest feierten.

(RP)