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Düsseldorf: Radfahrer fühlen sich in Düsseldorf nicht sicher

Düsseldorf : Radfahrer fühlen sich in Düsseldorf nicht sicher

Das Prädikat "fahrradfreundliche Großstadt" darf Düsseldorf seit 2007 tragen. Obwohl sich in den vergangenen Jahren viel für den Radverkehr verbessert hat, schneidet die NRW-Landeshauptstadt im Vergleich zu anderen in der Riege der fahrradfreundlichen Groß-Kommunen immer noch schlecht ab.

Beim Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) landet Düsseldorf mit Rang 34 auf einem der hintertesten Plätze. An der bundesweiten Befragung des ADFC nahmen Radler aus 39 fahrradfreundlichen Großstädten mit mehr als 200 000 Einwohnern teil. Spitzenreiter sind Münster, Karlsruhe und Freiburg.

"Die größten Schwächen hat Düsseldorf beim Sicherheitsgefühl, der Erreichbarkeit des Stadtzentrums und beim zügigen Radfahren", sagt Dominik Kegel, Vorstandsmitglied beim ADFC Düsseldorf. "Deutlich wurde von den 1571 Düsseldorfer Teilnehmern an der Befragung die Breite der Radwege, die Falschparkerkontrolle auf den Radwegen und die Führung an Baustellen kritisiert." Fahrradfreundlichkeit sei ein guter Gradmesser für die Lebensqualität in einer Stadt, so Kegel. "Deshalb macht es uns Sorgen, dass sich die Düsseldorfer auf dem Rad weiterhin ziemlich unwohl fühlen." Der ADFC räumt ein, dass sich in letzter Zeit einiges in der Landeshauptstadt verbessert hat - etwa durch Öffnungen von Einbahnstraßen für den Radverkehr oder neue große Radwege wie auf der Kölner Straße.

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Die neue Ampel-Koalition im Rathaus räumt dem Radverkehr hohe Priorität ein. Das merkt auch der ADFC: "Inzwischen werden wir mehr gefragt und eingebunden", sagt Kegel. Zudem sei der Etat für Radverkehr verdoppelt worden. Das Ziel müsse sein, beim Fahrradklima-Test 2016 deutlich besser abzuschneiden.

(RP)