Race am Rhein: Frust über Radsporttag - Einfach mal tief durchatmen

Frust über Radsporttag 2016: Einfach mal tief durchatmen!

Etwa zwei bis drei Mal im Jahr ist die Innenstadt in Düsseldorf für Autofahrer Sperrzone. Grund genug für einige Autobesitzer, auf die Barrikaden zu gehen. Ein Appell für mehr Gelassenheit.

Herrlich ist es, als Fußgänger die ruhigen Straßen in der wie ausgestorbenen Innenstadt entlang zu gehen. Selten habe ich in Düsseldorf so ruhige und entspannte Stunden erlebt wie am Tag des Radsports. Wo mir sonst Autos Abgase ins Gesicht pusten und teure Schlitten ihre Motoren aufheulen lassen, hörte man am Sonntag nichts. Doch statt diese neu gewonnene Freiheit zu genießen, gehen einige Autofahrer auf die Barrikaden.

Es sei eine Unverschämtheit, in welchem Radius die Stadt mal wieder abgesperrt worden sei. Eine Zumutung für Anwohner. Eine Frechheit für Autofahrer. Anstatt sich an der Tatsache zu erfreuen, dass man uns zumindest in einigen Staddteilen Düsseldorfs mal richtig durchatmen lässt, wird gestänkert, was das Zeug hält.

Düsseldorf ist eine Stadt, die für Auswärtige immer einen Besuch wert ist. Ob für kulturelle Events wie den Japan-Tag oder kulinarische Veranstaltungen wie das Gourmet-Festival oder auch Brauchtumsveranstaltungen wie die Kirmes oder den Karneval. Düsseldorf besucht man gerne und der Düsseldorfer ist stolz darauf. Die Düsseldorfer selbst brauchen nur wenige Meter laufen oder mit dem Rad fahren und schon sind sie mittendrin. Kann man dann nicht an den wenigen Tagen im Jahr, an denen die Innenstadt wegen sportlicher Events gesperrt ist, auf sein Auto verzichten?

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Natürlich kann man sich darüber beschweren, dass teilweise Parkbuchten geräumt werden mussten und daher noch weniger Parkplätze zur Verfügung standen als ohnehin jeden Tag. Am Informationsfluss seitens der Stadt besteht sicherlich Verbesserungsbedarf. Die fehlenden Parkmöglichkeiten in Düsseldorfs Innenstadt sind jedoch ein grundsätzliches Problem.

Aber mal ehrlich, unserer Gesundheit tut es auch ganz gut, die Sonntagsbrötchen zu Fuß zu holen und den Besuch bei der Schwiegermutter in Köln leider verschieben zu müssen - denn das schont sicher auch die Nerven.

(skr)