Düsseldorf: Puppentheater aus dem Urlaub zurück

Düsseldorf : Puppentheater aus dem Urlaub zurück

Das Puppentheater an der Helmholtzstraße führt heute und morgen das Stück "Die sieben Geißlein" auf. Im September und November gibt es auch wieder Termine für das Erwachsenen-Stück "Hannes und Paul".

Das Puppentheater an der Helmholtzstraße hat seine Sommerpause beendet. Bereits heute geht es um 16 Uhr mit dem Stück "Die sieben Geißlein" weiter, morgen schließt sich eine weitere Vorstellung um 11 Uhr an. Auch am kommenden Wochenende wird das Märchen der Gebrüder Grimm samstags um 16 Uhr und sonntags um 11 Uhr entsprechend frei umgesetzt. Der Wolf spielt natürlich auch in dieser Adaption eine große Rolle, aber man kann getrost davon ausgehen, dass die sieben Geißlein innerhalb der Spieldauer von 45 Minuten das Abenteuer heil überstehen werden. Das Stück ist für Kinder ab drei Jahren geeignet.

Am 23. und 30. August (jeweils um 11 Uhr) sowie am 24. und 31. August (jeweils 16 Uhr) folgt dann die Erzählung von Prinzessin Lisabella. Im Vordergrund stehen dabei Kasper und sein Hand Struppi. Kasper mag Prinzessinnen, der Vierbeiner findet sie eher langweilig. Als Lisabella dann tatsächlich ihren Besuch ankündigt, liegen sich Hund und Herrchen prompt in den Haaren. Das Stück dauert etwa 35 Minuten und ist für Kinder zwischen zweieinhalb und zehn Jahren geeignet.

Eine Premiere gibt es am 24. September um 16 Uhr, wenn das Stück "Bei Oma Maus im Haus" (2,5 bis 10 Jahre) uraufgeführt wird. Darin erzählt Oma Maus den kleinen Märchenfans die Geschichte von ihrer besten Freundin Hortense Huhn und ihrem unglaublichen Glück.

Die Altersangaben sind stets bindend und basieren auf den langjährigen Erfahrungen der Puppenspieler. Im Oktober zeigt das Theater mit "Kasimir sucht eine Prinzessin" zum Beispiel ein Stück, das erst für Kinder ab fünf Jahren geeignet ist. Hintergrund: Prinz Kasimir soll heiraten. Dafür begibt er sich kreuz und quer durch die Märchenwelt auf der Suche nach der einen, wahren, eben der richtigen Prinzessin. Das Thema könnte jüngere Kinder überfordern, mit fast einer Stunde Spielzeit erfordert die Geschichte zudem ein höheres Maß an Konzentration.

Es gibt darüber hinaus auch Inszenierungen für Erwachsene, wie die gefeierte Aufführung von Hannes und Paul, einer Liebesgeschichte zweier Jugendlicher im Nazi-Deutschland. Neue Termine dafür sind der 19. September und der 21. November.

Das Puppentheater an der Helmholtzstraße gilt als ebenso engagiert wie professionell. Vor 20 Jahren hat Manuela von Zacharewicz ihr Puppentheater an einem traditionsreichen Standort eröffnet, denn zuvor war dort viele Jahre schon das "Puppentheater am Fürstenplatz" untergebracht. Hier hat von Zacharewicz auch ihr Handwerk gelernt, bevor sie sich mit einer Wanderbühne auf den Weg durch ganz Deutschland machte, um dann später an der Helmholtzstraße ihr eigenes Unternehmen zu eröffnen.

Mit ihren vier Mitarbeitern gestaltet sie alles selbst. Mitglieder des Teams schreiben die Stücke, malen Plakate, bauen Kulissen, stellen die Puppen her und gestalten die Aufführungen. Rund 50 Stücke sind im Repertoire, jedes Jahr kommt mindestens eine Neuinszenierung dazu. Mehr als 400 Puppen stehen dem Theater zur Verfügung - und in unzähligen Kisten lagern jeweils die entsprechenden Requisiten zu den einzelnen Stücken.

(RP)
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