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Landgericht: Prozess um Überfall auf Makler vor sieben Jahren

Landgericht : Prozess um Überfall auf Makler vor sieben Jahren

Mehr als sieben Jahre nach einem bewaffneten Raubüberfall auf ein Maklerbüro an der Graf-Adolf-Straße verhandelt das Landgericht seit Mittwoch gegen einen Tatverdächtigen. In Moskau war der 39-jährige Bauhelfer Anfang 2010 aufgespürt und der deutschen Justiz überstellt worden.

Bei dem Raub hatten zwei Männer im Januar 2003 rund 580 Euro erbeutet. Der Bauhelfer soll damals auch versucht haben, den Büro-Chef (38) zu erpressen.

Die "russische Mafia" lasse schön grüßen und warte darauf, dass der überfallene Makler sich wegen Altschulden von 42 000 Euro schleunigst beim Kontaktmann melde. Das bestellte einer der Räuber beim Überfall Anfang 2003 dem gerade ausgeraubten Makler von der Graf-Adolf-Straße. Das Opfer gab sich ahnungslos: "Ich wusste nicht, was der Mann meinte", wiederholte der Makler gestern im Zeugenstand. Sicher war der Immobilienkaufmann aber, dass der Angeklagte einer der Täter von damals gewesen sei.

Per Telefonüberwachung hatten Ermittler ein Handy orten können, das im Zusammenhang mit dem damaligen Raub stehen soll. Der Verteidiger monierte aber, der Angeklagte habe einst mit mehreren Freunden eine Wohnung geteilt - und womöglich habe er arglos auch mal mit dem fraglichen Handy telefoniert. Die Anklage will im Prozess jedoch weitere Indizien gegen den Angeklagten vorlegen.

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An einem Vormittag im Januar 2003 hatten zwei fremde Besucher bei dem Maklerbüro geklingelt, hatten sich als Polizisten ausgegeben und mit Waffengewalt alle vier Mitarbeiter gezwungen, sich auf den Boden zu legen. Aus deren Geldbeuteln, Taschen und Schreibtischen stahlen die Räuber dann eine Beute von 580 Euro zusammen. Tage später sollte der Firmen-Chef weitere 42 000 Euro zahlen - "du weißt schon, warum", habe der Angeklagte damals erklärt. Beglichen wurde die Forderung aber nie. Vor Gericht schweigt der 39-Jährige zu allen Vorwürfen.

(RP)