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Prozess um Rennen auf der A46 bei Düsseldorf

Prozess vor dem Amtsgericht Düsseldorf : Audi-TT- und Golf-GTI-Fahrer liefern sich Rennen auf A46

Die Polizei kam ihren mit ihrem Bully nicht mehr hinterher und musste die Verfolgung abbrechen. Zwei Raser, die mit ihren schnellen Wagen andere Fahrer auf der A46 bedrängt hatten, standen nun vor Gericht.

(wuk) Zwei junge Raser, die in PS-starken Sportwagen am 1.Mai grob rücksichtslos unterwegs waren, hat das Amtsgericht empfindlich bestraft.

Ein Golf-GTI-Fahrer (27) muss 2750 Euro Strafe zahlen und ein Fahrverbot von sechs Monaten einhalten, ein Audi-TT-Fahrer (26) ist sogar den Führerschein los und muss 3500 Euro als Strafe zahlen. Die Freunde waren an diesem Feiertag in ihren knallroten Autos vom Medienhafen nach Erkrath unterwegs, als sie mit stark überhöhtem Tempo hintereinander eine Zufahrt zur A46 als Rennstrecke nutzten.

Ein BMW-Fahrer, der dort gerade mit dem zulässigen Tempo von 80 km/h unterwegs war, wurde von einem der röhrenden Sportflitzer rechts überholt, vom anderen links. Eine Polizeistreife, die jene Szene im VW-Bulli erlebte, hat bis Tempo 180 beschleunigt, um die Raser zu stellen – und verlor beide Autos aus dem Blick. Erst an der Ausfahrt Reisholz gelang es den Beamten, die  wieder langsam fahrenden Sportwagen anzuhalten. Die Fahrer gaben im Prozess zu, dass sie mit überhöhtem Tempo auf die Autobahn gerast seien, doch niemanden gefährdet hätten. Überwachungskameras hatten die wilde, rücksichtlose Fahrweise aufgezeichnet. Diese Videos reichten dem Richter dann neben den Augenzeugenaussagen der Polizeistreife, um zu Schuldsprüchen zu kommen.