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Düsseldorf: Prozess: Pfannen-Wolfgang muss wohl Carlsplatz räumen

Düsseldorf : Prozess: Pfannen-Wolfgang muss wohl Carlsplatz räumen

Über den Streit zwischen Pfannen-Verkäufer Wolfgang Harste und der Händlergemeinschaft am Carlsplatz hat das Landgericht gestern verhandelt - und dem als Pfannen-Wolfgang bekannten Markthändler kaum Zukunfts-Chancen auf Düsseldorfs beliebtestem Markt eingeräumt.

Ein Urteil steht noch aus, aber die Richterin deutete an: Nur bis zum Jahresende wird Pfannen-Wolfgang sein Sortiment am Carlsplatz präsentieren dürfen. Die Kündigung des als kritisch bekannten Verkäufers zum 31.Dezember 2015 ist wohl rechtens.

Zoff der Händler auf dem Carlsplatz prägte lange Zeit die Schlagzeilen über den City-Markt. Dabei soll sich Pfannen-Wolfgang besonders hervorgetan haben. Denn etwa ein Drittel der rund 60 Händler hatte sich Ende 2013 auch gegen eine Kostenbeteiligung an der Entschädigung für einen früheren Geschäftsführer gewehrt - zumal jene Händler nicht in den Vermietungs- und Verpachtungsverein des Marktes aufgenommen werden sollten.

Dass sie nur zahlen müssten, aber nicht mitbestimmen dürften, brachte die Protest-Gruppe in Rage. Harste als angeblicher Wortführer erhielt wenig später die Kündigung für seinen Platz - offiziell, weil sein Pfannensortiment nicht ins künftige Genuss-Konzept des Marktes hineinpasse. Vor Gericht berief sich sein Anwalt aber auf einen Hauptpachtvertrag, wonach die Stadt (als Gelände-Eigentümer) zustimmen müsse, falls einem Pächter gekündigt werde. Da dies nicht vorläge, sei der Harste-Rauswurf unwirksam.

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Die Gegenseite präsentierte jedoch eine andere Fassung des Vertrages, wonach eine Kündigung schon wirksam wird, wenn die Stadt ihre Zustimmung dazu nicht verweigert. Das trifft im Fall Harste angeblich zu - und für die Richterin war damit klar: "Dann steht der Kündigung wohl nichts mehr im Wege!" Details sollen am 25. März verkündet werden. Umstritten bleiben weiter die von Harste kritisierten Nebenkosten für 2011 und 2012. Ob das Gericht auch dazu eine Entscheidung trifft oder noch weiter verhandelt, ist ungewiss.

(wuk)