Prozess in Düsseldorf: Schulhausmeister verkauft gestohlene Musikinstrumente

Prozess am Amtsgericht Düsseldorf: Hausmeister stiehlt Musikinstrumente aus Schule

Der Hausmeistergehilfe einer Schule in Düsseldorf-Oberbilk hat mehrere Instrumente aus dem dortigen Musikzimmer gestohlen. Sein Diebesgut verkaufte er auf dem Schwarzmarkt. Er wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt.

Zwei angeblich missratene Söhne, die dauernd Geld kosten – das gab ein Vater (52) beim Amtsgericht Düsseldorf als Motiv für eine denkwürdige Diebstahlsserie an. Als Hausmeistergehilfe hatte er laut Geständnis vor rund einem Jahr zehn Musikinstrumente aus einer Oberbilker Gesamtschule gestohlen.

Das war nicht nur taktlos, sondern auch unrentabel. Weil er vom Wert der Querflöten, Klarinetten und einer Trompete keine Ahnung hatte, habe er die Instrumente unter der Hand für 40 bis 60 Euro verscherbelt.

Dabei lag der Gesamtwert laut Anklage bei fast 4000 Euro. Als Ein-Euro-Jobber hatte er als Zuarbeiter des Hausmeisters einen Generalschlüssel für alle Räume erhalten – und das laut Geständnis speziell zur Mittagszeit im Musikzimmer ausgenutzt.

Waren es anfangs vier Querflöten, die er mitnahm, folgten wenige Tage später nochmal vier Klarinetten plus vier Querflöten. Als er dann noch eine Trompete mitgehen ließ, flog sein treiben mit den Klangwerkzeugen auf. Denn was der 52-Jährige nicht ahnte: Schon nach dem ersten Schwund im Musikzimmer war dort eine Überwachungskamera installiert worden.

So wurde der Gehilfe beim Abtransport seiner Beute stets gefilmt. Sein Geständnis wertete die Richterin positiv, verhängte wegen gewerbsmäßigen Diebstahls in vier Fällen ein Jahr Bewährungsstrafe plus 80 Sozialstunden unbezahlter Arbeit. Womöglich nicht auf einem Schulgelände.

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